Alle Artikel mit dem Schlagwort: gut (7-8 Punkte)

Pelzkugel und Ente

Voller Vorfreude hüpft der kleine Pinguin morgens aus den Federn und animiert seinen Freund zu einer Schneeballschlacht. Doch während dieser nicht so recht aus den Puschen kommt, stößt sein energiegeladener Zeitgenosse indes auf eine riesige Pelzkugel, die einfach so im Weg rumsteht. Zur Überraschung des Pinguins entpuppt sich das gigantische Fellknäuel als schlafender Eisbär.

Ton und Scherben

Ton und Scherben heißt ein neuer kleiner Indie-Comic aus der Jaja-Schmiede. Demonstrativ schlicht gestaltet, aber ästhetisch sehr ansprechend und hochwertig verarbeitet, reiht sich das Heft nahtlos ein in eine ganze Serie von Veröffentlichungen, die man durchaus als Gegenentwurf zum „Höher, Schneller, Weiter“ der modernen Gesellschaft sehen darf. Statt großer Erzählungen gibt es intime Eindrücke, statt „professionellem“ Artwork naive Kinderzeichnungen, die aber, bei näherer Betrachtung deutlich erkennbar, natürlich von geschulter Künstlerhand entworfen sind.

John Tiffany 1 – Das Geheimnis des Glücks

Kopfgeldjäger John Tiffany sitzt gerade in einem Restaurant in Mexico City, als er von einem Mann mit Cowboyhut überrascht wird, der sein Geld ebenfalls mit der Jagd auf Menschen verdient. Wie sich herausstellt, ist Tiffany mittlerweile selbst zur Zielscheibe geworden und bringt seinem Finder ein hübsches Sümmchen ein. Die Frage ist nur, wer den Auftrag dafür gegeben hat. Und, fast noch wichtiger, hat einer seiner engsten Vertrauten seinen Aufenthaltsort verraten?

Baltimore 1

Mit Holzbein und Harpune ist Lord Baltimore im Europa des frühen 20. Jahrhunderts unterwegs. Auf der Jagd nach seiner Nemesis, um bittere Rache zu nehmen. Die Titelfigur in Mike Mignolas und Christopher Goldens Comic ist damit eine klare Referenz an Moby Dick bzw. an Design und Motivation des Kapitän Ahab aus Herman Melvilles Roman. Baltimores „Weißer Wal“ heißt Haigus, ist ein hochrangiger Vampir und für den Tod der Familie des Lords verantwortlich.

Caravaggio 1 – Mit Pinsel und Schwert

Eine Comicbiographie eines Malers? Das dürfte für die meisten potenziellen Leser eher abschreckend wirken. Man könnte denken, dass Biographien von Malern oder auch Schriftstellern wenig ergiebig wären, da sie immer nur an der Staffelei oder am Schreibtisch sitzen und nur wenig erleben. Aber auch diese Künstler brauchen ihre Anregungen, die sie sich von außen, aus dem Leben, holen. Zudem gibt es immer auch Ausnahmen. Bei den Schriftstellern ist das etwa Ernest Hemingway und bei den Malern eindeutig Caravaggio.