Alle Artikel mit dem Schlagwort: gut (7-8 Punkte)

Buffalo Runner

Den meisten dürfte der Name Tiburce Oger von dessen Fantasy-Saga Gorn ein Begriff sein. Nachdem er zuletzt für Patrick Prugne Canoe Bay und Die Herberge am Ende der Welt textete, kehrt der Franzose mit seinem neuen Werk an den Zeichentisch zurück. Der Comic Buffalo Runner komprimiert die Geschichte der Eroberung des Westens in die spannende Erzählung eines alten Mannes.

Die Abenteuer von Mrs. Jesus

Bekanntlich hing Jesus durchaus mal gerne am Kreuz ab und zog mit seinen Jüngern tagein, tagaus um die Häuser. Doch nur wenige wissen von Jesu Ehefrau, die mit dem Kult um ihren angeblich so heiligen und aufopferungsvollen Gatten so gar nichts anzufangen weiß. Zu Dinnerparties muss sie ihn buchstäblich mitschleppen und selbst dann ist er mit seiner dauernden Trauermiene und seinen klaffenden Wundmalen doch eher eine Spaßbremse. Zeit also, die Geschichte der Frau hinter der Berühmtheit zu erzählen: Mrs. Jesus.

Wet Moon 1

Reisen zum Mond sind doch ein alter Hut – wirklich. Texte, Filme und Comics haben uns schon so oft auf die Reise zu unserem kalten Trabanten geschickt, dass es schon einiger Phantasie und Ausdruckskraft bedarf, damit sich die Reise abermals lohnt. Atsushi Kaneko scheint der richtige Kapitän zu sein, sein Manga Wet Moon das geeignete Gefährt. Einsteigen!

Velvet 1 – Before the living End

Als eines Tages der Topmann des ultrageheimen britischen Geheimdienstes ARC-7 ermordet wird, beschert das der Organisation großes Magengrummeln. Auch Velvet Templeton, Sekretärin des Direktors, lässt der unerklärliche Tod ihres Ex-Lovers nicht los. Doch ab einem gewissen Punkt stellt sie zu viele Fragen und wird so prompt selbst zur Zielscheibe. Was die Intriganten und Verschwörer allerdings nicht wissen: Templeton ist mehr als eine Büroangestellte. Sie war als höchst fähige Agentin selbst lange Zeit im Außendienst tätig.

Fahrradmod

Aufgemotzte Motorroller aus Italien, elegante Maßanzüge mit schmalen Krawatten, Fishtail-Parkas mit Union Jack und Kokarde und über alledem natürlich: Musik, Musik, Musik. Das sind die Mods, die enthusiastischen Anhänger einer in dieser Form nie dagewesenen Jugendbewegung, die in den 1960er-Jahren in Großbritannien aufkommt, lange bevor sich der erste Punk eine Sicherheitsnadel durchs Ohr steckt.

Elfquest 1 & 2

„We are stardust“ sang Joni Mitchell 1969, „and we’ve got to get ourselves back to the garden“. Man kann diesen Text durchaus programmatisch für die Serie Elfquest sehen, selbst wenn Wendy und Richard Pini keine Hippies waren. Aber Elfquest entstand nur knapp 10 Jahre nach dem Woodstock-Festival, eine Sozialisation im Amerika der bewegten 1960er Jahren hat demnach nachweislich stattgefunden und der Geist von ’69 lag immer noch in der Luft. Dazu passt, dass Elfquest eine Independent-Produktion war und somit in Opposition zu den etablierten amerikanischen Comicriesen DC und Marvel stand – die damals freilich bei weitem noch nicht so riesig waren wie heutzutage.