Alle Artikel in: Rezensionen

The Ravages of Time 2

The Ravages of Time ist eine große, mächtige Manhua-Serie, über den blutigen Untergang der Han-Dynastie. Chan Mou erzählt darin eine zeitgemäße Version von Sanguo Yanyis Geschichte der drei Reiche als Dickicht von historischen Bezügen und undurchsichtigen Figuren, das sich gerade für den westlich sozialisierten Leser als Herausforderung erweist.

Ahmadjan und der Wiedehopf

In Ahmadjan und der Wiedehopf erzählt die Künstlerin Maren Amini die Fluchtgeschichte ihres Vaters aus Afghanistan in Form einer Graphic Novel. Die Erzählung folgt dabei dem Muster der Heldenreise, was aber wohl eher dem Zufall geschuldet ist, denn tatsächlich orientierte sich Maren Amini eher an dem persischen Werk „Die Konferenz der Vögel“, einer mystischen Dichtung des 12. Jahrhunderts. Es ist nie verkehrt, sich an einem Klassiker zu messen.

Marc Dacier 2 – Auf der Jagd nach der Sonne

Allzu lange konnte man sich hierzulande der bequemem Meinung hingeben, dass die wesentlichen Arbeiten von Jean Michel Charlier längst bei uns erschienen wären: Blueberry, Michel Tanguy, Buck Danny, sogar die Biber Patrouille existiert längst in einer wunderbaren Gesamtausgabe. Was macht es da, wenn eine eher randständige, fast vergessene Serie fehlen sollte, noch dazu die recht altmodisch wirkenden Abenteuer eines leichtfertigen Weltenbummlers, die von 1958 bis 1968 erschienen sind? Glücklicherweise hat sich nun schon seit einiger Zeit der All Verlag dieser Leerstelle angenommen, und ich bin geneigt zu sagen: Fast hätten wir das Beste verpasst.

Unruhe

Das abgeschiedene Bergdörfchen mit dem sprechenden Namen „Ruhe“ ist nur über eine Seilbahn erreichbar. Einmal die Woche kommt eine fleißige Postbotin von außerhalb mit der Seilbahn, wechselt in Ruhe aufs Lastenrad und bringt den Bewohnern die Post. Seit Jahr und Tag pflegt man diese Routine, das Dörfchen hat nicht umsonst seinen Namen. Die Menschen von Ruhe sind eigenwillig, aber immer liebenswert. Die perfekte Ausgangsbasis für eine Versuchsanordnung: Was macht es mit einem solchen Dorf, wenn plötzlich ein klaffendes Loch in der Ortsmitte entsteht?