Währenddessen… (KW 40)
„Währenddessen“ geht heute in James Kahns Version vom „Tempel des Todes“.
„Währenddessen“ geht heute in James Kahns Version vom „Tempel des Todes“.
Das Musikfestival am Altamont Speedway war einer der vielen Sargnägel der Hippie-Bewegung. Da ist es nur angemessen, dass Charlie Adlard, nach 200 Heften Walking Dead Spezialist für Endzeit-Stories, im Comic zum Festival den Zeichenstift führt. Der Franzose Herik Hanna ist sein kongenialer Autor.
Nein: Hansrudi Wäschers Nick-Piccolos sind nicht kindisch. Und die letzten Hefte der Reihe sind fast schon Cosmic Horror. Ach, lasst das „fast“ gerne weg.
In Ahmadjan und der Wiedehopf erzählt die Künstlerin Maren Amini die Fluchtgeschichte ihres Vaters aus Afghanistan in Form einer Graphic Novel. Die Erzählung folgt dabei dem Muster der Heldenreise, was aber wohl eher dem Zufall geschuldet ist, denn tatsächlich orientierte sich Maren Amini eher an dem persischen Werk „Die Konferenz der Vögel“, einer mystischen Dichtung des 12. Jahrhunderts. Es ist nie verkehrt, sich an einem Klassiker zu messen.
Allzu lange konnte man sich hierzulande der bequemem Meinung hingeben, dass die wesentlichen Arbeiten von Jean Michel Charlier längst bei uns erschienen wären: Blueberry, Michel Tanguy, Buck Danny, sogar die Biber Patrouille existiert längst in einer wunderbaren Gesamtausgabe. Was macht es da, wenn eine eher randständige, fast vergessene Serie fehlen sollte, noch dazu die recht altmodisch wirkenden Abenteuer eines leichtfertigen Weltenbummlers, die von 1958 bis 1968 erschienen sind? Glücklicherweise hat sich nun schon seit einiger Zeit der All Verlag dieser Leerstelle angenommen, und ich bin geneigt zu sagen: Fast hätten wir das Beste verpasst.
Christians Ferienlektüre: Il Piccolo Ranger.