Währenddessen… (KW 25)
Das Buch zum Film ist häufig besser als sein Ruf. Eine Ehrenrettung.
Das Buch zum Film ist häufig besser als sein Ruf. Eine Ehrenrettung.
Der primitive Mensch erklärte sich die unheimliche Welt mit Mythologie und magischem Denken. Nach und nach aber erwarb die Menschheit die Mittel, sich die Welt rational zu erklären und erklärte das Magische zum Aberglauben.
Nach dem „feucht-fröhlichen“ letzten Comic-Salon im Jahr 2024 konnten sich Comicbegeisterte dieses Mal bei festivalfreundlicherem Wetter (mit nur kleinen Starkwind-Kapriolen und kurzen Regenschauern) im fränkischen Erlangen tummeln und auch die Außenbereiche, allem voran den Schlossgarten, ausgiebig nutzen und genießen. Comicszene und Salon präsentierten sich trotz allen wirtschaftlichen und politischen Unbills so vielfältig und kreativ, dass die großen Einsparungen aufgrund der Finanzkrise der Stadt überhaupt nicht groß auffielen. Im Gegenteil erschien das Programm der größten Comicmesse Deutschlands (dieses Jahr Rekord mit über 35.000 Besucher:innen) gefühlt mindestens so umfangreich wie sonst, wenn nicht gar noch umfangreicher. Chapeau, Kulturamt Erlangen! Die Comicgate-Crew war natürlich auch wieder vor Ort, um die vielen, vielen Ausstellungen, Lesungen, Podiumsdiskussionen, Künstler*innengespräche, Kindercomic-Rallyes und natürlich die Comicmesse zu besuchen und dabei ganz persönliche Eindrücke zu sammeln. Diese präsentieren wir euch in Form unseres bewährten Messe-ABCs, mit dem ihr hoffentlich soviel Spaß habt, wie wir auf dem Salon!
Yang Zhis Die Verwandlungen der Füchsin sieht aus wie die niederschwellige Einstiegsdroge ins Reich der chinesischen Manhua. Die Zeichnungen sind so klar und übersichtlich, dass man sofort erkennt, dass Yan Zhi gelernte Storyboarderin ist, außerdem ist es in Farbe und mit einem einzigen Band abgeschlossen.
Oft wird behauptet, der erste Rambo-Film sei eine Art Gegenentwurf zum zweiten Teil. Dabei war der erste Rambo-Film ja bereits eine Art Gegenentwurf zu David Morrells Roman. Wie viele Seiten kann eine Medaille haben?
Es ist ein fast schon betont friedfertiges Cover, mit dem das Swamp Thing-Heft 88 dieser Tage den Sammlermarkt erreicht: Ein in sich ruhendes Ding aus den Sümpfen trägt ein Lamm, im malerischen Hintergrund sehen wir eine Steinmauer und Olivenbäume. Nach 37 Jahren Wartezeit ist es also nun soweit: Wir erhalten den Abschluss von Rick Veitchs Swamp Thing-Run, wie er ursprünglich gedacht war. Swamp Thing verschlägt es auf seiner Reise durch die Zeit zu den letzten Tagen Jesu, Stunden vor dessen Verhaftung und Kreuzigung. Damals ’89 machte der DC-Verlag einen Rückzieher vor dieser Geschichte, um religiöse Gemüter nicht zu verletzen. Jetzt, wo wir das Heft endlich selbst in Augenschein nehmen können, stellt sich die Frage: Warum eigentlich?