Alle Artikel mit dem Schlagwort: gut (7-8 Punkte)

Die Wächter des Louvre

Einmal im Jahr publiziert das Pariser Musée du Louvre in Kooperation mit dem französischen Verlag Futuropolis einen Comicband, für den sich ein renommierter Künstler mit dem berühmten Museum beschäftigt. So haben u.a. Enki Bilal, Éric Liberge oder Marc-Antoine Mathieu schon Louvre-Alben vorgelegt. Auch die in deutscher Übersetzung erhältlichen Bände Der schielende Hund (Egmont Graphic Novel) von Étienne Davodeau und Einmal durch den Louvre (Reprodukt) von David Prudhomme fallen darunter.

RASL

Mit der umfangreichen Comicreihe Bone hat der US-Amerikaner Jeff Smith eine großartige Indieperle und ein faszinierendes Fantasy-Epos erschaffen. In seinem Werk RASL, das im Anschluss daran entstand, geht es weit weniger knuffig zu, wenngleich die grafische Handschrift des Künstlers auch hier unverkennbar ist.

Frankenstein Underground (2. Meinung)

1956, irgendwo in Mexico. Nach seiner Begegnung mit Hellboy in House of the Living Dead irrt das Frankenstein-Monster ziellos umher, bis es auf einen verlassenen Tempel stößt. Nach einem Kampf gegen einen Dämon landet es im Herzen der Welt: der Hohlwelt. Sein Weg führt in eine uralte Stadt, in der die geheime Historie der Welt versteckt ist und Schrecken aus alten Tagen auf Unwissende lauern.

Der Trinker

Hans Fallada ist auf Comeback-Tournee! Der 1947 verstorbene Schriftsteller kam 2011 zurück in die Buchhandlungen, 2016 wird er die Leinwände erobern, und der Berliner Comic-Virtuose Jakob Hinrichs hat ihm 2015 ein Denkmal geschaffen, indem er Falladas autobiografischen Roman Der Trinker fulminant ins Bild gesetzt hat. Ein rauschhaftes Lese-Erlebnis.

Frankenstein Underground

Die Geschichte von Viktor Frankenstein und dessen künstlich erschaffenem Wesen wurde erstmals in Mary Shelleys berühmten Roman erzählt. Seitdem fasziniert das im Labor gezüchtete „Monster“ die Menschen und dient bis heute als Inspiration für direkte Adaptionen wie für eher freie Interpretationen. Schließlich geht es im Kern um eine Kreatur, deren Existenz die Frage nach der Moral und den Grenzen des menschlichen Forscherdrangs stellt. Ein Thema, das niemals an Aktualität verliert.

Venustransit

Der Mann um die Dreissig ist einer, der stark verunsichert ist. So wie immer, wenn es daran geht eine Schwelle zu übertreten. Mit Dreißig ist das so, dann auch wieder mit Vierzig, Fünfzig und so weiter. Frauen brauchen keinen Mut. Nicht zur Bindung, Karriere, Heirat und schon gar nicht zur Mutterschaft. Sie entscheiden oder lassen die Umstände entscheiden. Natürlich geraten auch sie in Krisen und stehen Ängste aus, aber sie kämpfen oder mogeln (Make-Up!) sich da irgendwie durch und verzichten auf jeglichen heroischen Gestus.