Alle Artikel mit dem Schlagwort: gut (7-8 Punkte)

Sykes

Die Story ist nicht gerade neu: Sykes ist ein legendärer Marshall, der eine Gangsterbande verfolgt. Auf dem Weg zu einer Stadt kommt er an einer kleinen Farm vorbei, auf der ein Junge wohnt, der, geprägt von den Legenden, die sich um Sykes ranken, voller Bewunderung für den Marshall ist. Später schließt er sich ihm und zwei weiteren Männern an, um die Gangster zur Strecke zu bringen. Dabei muss er erkennen, dass die Wirklichkeit wenig mit den Geschichten aus den Groschenheften zu tun hat.

Moby Dick

Moby Dick. Ist es nicht erstaunlich, wie das Drama um Kapitän Ahab und den weißen Wal immer wieder Künstler inspiriert, sich auch mal daran abzuarbeiten? Und nicht nur, dass immer wieder Adaptionen auf den Markt drängen, auch jenseits der direkten Übertragung finden sich vielfach Bezugnahmen auf den Stoff, in so unterschiedlichen Werken wie Jeff Smith’s Bone oder Mike Carey’s Mystery-Serie The Unwritten. Und im Lustigen Taschenbuch wurde der Stoff sogar schon erfolgreich disneyfiziert. Nachdem wir erst letztes Jahr die Adaption von Jouvray und Alary beim Splitter-Verlag hatten, erscheint nun schon der nächste große Entwurf einer Umsetzung – und es sieht ganz so aus, als erhebe Chabouté den Anspruch, die definitive Adaption präsentieren zu wollen.

Da wird sich nie was ändern!

Da wird sich nie was ändern! ist ein weiterer Beitrag zum Subgenre des Wendecomics. Der Zeichenstil der Comicdebütantin Ulla Loge ist dabei dem von Mawil nicht unähnlich, dessen viel beachtetes Kinderland ebenfalls in der späten DDR spielte. Bei aller stilistischen Verwandtschaft wirkt Ulla Loges Comicdebut aber eher wie das kratzbürstige Gegenstück zu Kinderland. Das ist ein Glücksfall, denn es erweitert den Blick, wenn man die beiden Comics parallel liest.

Die Wächter des Louvre

Einmal im Jahr publiziert das Pariser Musée du Louvre in Kooperation mit dem französischen Verlag Futuropolis einen Comicband, für den sich ein renommierter Künstler mit dem berühmten Museum beschäftigt. So haben u.a. Enki Bilal, Éric Liberge oder Marc-Antoine Mathieu schon Louvre-Alben vorgelegt. Auch die in deutscher Übersetzung erhältlichen Bände Der schielende Hund (Egmont Graphic Novel) von Étienne Davodeau und Einmal durch den Louvre (Reprodukt) von David Prudhomme fallen darunter.

RASL

Mit der umfangreichen Comicreihe Bone hat der US-Amerikaner Jeff Smith eine großartige Indieperle und ein faszinierendes Fantasy-Epos erschaffen. In seinem Werk RASL, das im Anschluss daran entstand, geht es weit weniger knuffig zu, wenngleich die grafische Handschrift des Künstlers auch hier unverkennbar ist.

Frankenstein Underground (2. Meinung)

1956, irgendwo in Mexico. Nach seiner Begegnung mit Hellboy in House of the Living Dead irrt das Frankenstein-Monster ziellos umher, bis es auf einen verlassenen Tempel stößt. Nach einem Kampf gegen einen Dämon landet es im Herzen der Welt: der Hohlwelt. Sein Weg führt in eine uralte Stadt, in der die geheime Historie der Welt versteckt ist und Schrecken aus alten Tagen auf Unwissende lauern.