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Der Vagabund der Unendlichkeit 2 – In der Tiefe des Nichts

Nein, der Vagabund der Unendlichkeit wäre kaum geeignet gewesen fürs technisch-militaristische Zack. Auch nicht für Primo oder Fix und Foxi, nicht mal für Topix von Bastei, wo immerhin Titel wie die Schiffbrüchigen der Zeit oder Die Götter aus dem All eine vorübergehende Heimat fanden. Dafür war der Vagabund einfach ein ganzes Stück zu frivol. Vagabund der Unendlichkeit war prädestiniert dafür, eine Serie der Ära Schwermetall und Pilot zu werden. Leider haben eine irrlichternde Veröffentlichungsweise und die Indizierungswut der BpjM die Wahrnehmung der Serie lange Zeit zu Unrecht beschädigt. Das muss sich ändern.

Gevatter – Die fünf Phasen

„When you’re standing on the crossroads That you cannot comprehend: just remember that death is not the end“. Bob Dylan „Death is not the end“ ist ein Songtext, den auch Nick Cave 1995 auf seiner LP Murder Ballads sang, der ironische Abschluss einer Sammlung brutaler Mordphantasien und Serienmördergeschichten. Der Tod also nicht das Ende aller Dinge … – dabei steckt doch gerade in dem Gedanken, dass irgendwann Schluss mit dem Ganzen sein wird, auch etwas durch und durch Entspannendes und Befriedendes. Tommy Schwarwel hat sich intensiv mit dem Gedanken an den Tod auseinandergesetzt und zeichnet in seiner autobiografischen Graphic Novel Gevatter auf, dass es nicht unbedingt religiöses Pathos braucht, um einen angemessenen Umgang zu den Themen Tod und Sterben zu finden.