Autor: Florian Schwebel

Das Nest – Gesamtausgabe 1

Québec, vor hundert Jahren: die junge Witwe Marie führt nach dem Tod ihres Mannes dessen Kramladen in Nôtre Dame am See weiter, dem titelgebenden Nest. Das Dorf besteht aus ein paar Holzhäusern, ein paar rumpeligen Feldwegen und einem Platz aus festgestampfter Erde, soweit das Auge reicht eingerahmt von Wald, Wiesen und Wasser. Es gibt eine Kirche und einen Saloon, und in der großen Scheune kann getanzt werden. Marie besitzt den einzigen Laden, das einzige Telefon und den einzigen Laster im Ort und will eigentlich zurück in die Stadt. Aber sie kann sich weder davon abhalten, den verschrobenen anderen Dorfbewohnern zu helfen, noch davon, sich in den geheimnisvollen und kultivierten Ex-Soldaten Serge zu vergucken. Währenddessen freundet sich der neue junge Pfarrer mit dem atheistischen Kauz Noel an, ein Hund mit einer Katze, die schwangere Frau eines Flößers wartet seit über einem halben Jahr auf dessen Rückkehr, und die Jahreszeiten haben den beschaulichen Fleck immer im Griff.

Topcomics 2020 – Unsere Favoriten des letzten Jahres

Die Comicgate-Redaktion hat sich der jährlichen Tradition verpflichtet, zum Jahresende darüber nachzudenken, wem welche Comics am meisten zugesagt haben. Der Pandemie-Triathlon, bestehend aus Lockdown, Social Distancing und Maskenfetisch, hat diesem Jahr viel Zeit für abwechslungsreiche Leseerlebnisse gegeben – und Anlass für leicht-schiefe Metaphern mit Tagesaktualität. Fünf Comicgate-Autoren präsentieren ihre jeweils fünf liebsten Comics des Jahres 2020.

Spirou & Fantasio Spezial 30 – Spirou bei den Sowjets

Ist Spirou eigentlich Belgier? Natürlich ist er eine in Belgien entstandene Comicfigur (auch wenn es bis heute Niederländer gibt, die ihren „Robbedoes“ für eine genuin niederländische Erfindung halten), aber ist die Figur selber, der pfiffige kleine Kämpfer fürs Gute im Pagenkostüm, Belgier? (Die Comics von Emile Bravo stehen, denke ich, auf einem eigenen Blatt.)