Währenddessen… (KW 50)
Bevor die drei ??? in die Hände deutschsprachiger Autoren fielen, erhielten sie einen Modernisierungsschub in den USA. Das lief unter dem Motto „Crimebusters“ und war richtig gut.
Bevor die drei ??? in die Hände deutschsprachiger Autoren fielen, erhielten sie einen Modernisierungsschub in den USA. Das lief unter dem Motto „Crimebusters“ und war richtig gut.
Jens Schumachers Krimi-Spielbuch Der tätowierte Tote verdient wirklich viel mehr Aufmerksamkeit. Und vom Spiel Ys: Lacrimosa of Dana gibt’s jetzt auch den Roman.
Es sieht aus, als würde sich José Luis Munuera im 19. Jahrhundert der Industrialisierung recht wohl fühlen. Vor noch gar nicht langer Zeit war es das New York von Hermann Melvilles Bartleby, dem Schreiber, jetzt hat er sich dem London von Charles Dickens‘ Christmas Carol angenähert. Und wenn es nicht die durchindustrialisierten, verdreckten Städte sind, dann begibt er sich gerne in die Peripherie dieser Ära, aufs Land, wie zuletzt bei seinem Gastauftritt bei den Blauen Boys (Nummer 49) oder auch seiner KI-Steampunk-Fantasy Rostige Herzen.
Warum nicht mal wieder Stephen King lesen?
Es war ja nicht unbedingt damit zu rechnen, aber American Jesus hat tatsächlich seinen Abschluss gefunden. Ach ja, bei Netflix ist das Ganze jetzt auch. Gerrit und Christian haben sich fest vorgenommen, auch den dritten Band der Serie zu kommentieren: „Revelation“ (dt. „Die Offenbarung“).
Gebe ich „Angoulême“ und „Vivès“ bei Google ein, erhalte ich viele Informationen über den Eklat von 2022, als Bastien Vivès die traditionelle carte-blanche-Ausstellung entzogen wurde, weil man ihn auf Grund provokativer Bemerkungen für nicht tragbar hielt. Nichts darüber, dass Vivès‘ neuer Comic auf dem Festival in Angoulême spielt. Ich war sehr gespannt, ob Letztes Wochenende im Januar, das in Frankreich im November 2022 erschien, eine Aufarbeitung oder gar Abrechnung enthalten würde, aber offensichtlich versucht der Künstler, dieses unrühmliche Kapitel hinter sich zu lassen und nach vorne zu blicken. Und doch, wenn man will, sieht man zwischen den Zeilen durchaus eine melancholische Reserviertheit gegenüber dem Festival – und, ja, auch der Szene.