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Morning of the Magician – Die Rückkehr von Rick Veitchs Swamp Thing

Es ist ein fast schon betont friedfertiges Cover, mit dem das Swamp Thing-Heft 88 dieser Tage den Sammlermarkt erreicht: Ein in sich ruhendes Ding aus den Sümpfen trägt ein Lamm, im malerischen Hintergrund sehen wir eine Steinmauer und Olivenbäume. Nach 37 Jahren Wartezeit ist es also nun soweit: Wir erhalten den Abschluss von Rick Veitchs Swamp Thing-Run, wie er ursprünglich gedacht war. Swamp Thing verschlägt es auf seiner Reise durch die Zeit zu den letzten Tagen Jesu, Stunden vor dessen Verhaftung und Kreuzigung. Damals ’89 machte der DC-Verlag einen Rückzieher vor dieser Geschichte, um religiöse Gemüter nicht zu verletzen. Jetzt, wo wir das Heft endlich selbst in Augenschein nehmen können, stellt sich die Frage: Warum eigentlich?

Währenddessen… (KW 3)

What’s following the grave? Es gibt einige Filme, die sich – mal mehr, mal weniger ernsthaft – mit dieser Fragestellung auseinandersetzen. Christian stellt interessante Vertreter vor. Christian: What Dreams May Come mit Robin Williams ist für mich, da der Film meine Grundüberzeugungen angreift, ein zweifelhaftes Vergnügen. Ein glückliches Ehepaar wird darin vom Unglück heimgesucht: erst sterben beide Kinder bei einem Autounfall, später verunglückt auch der von Robin Williams gespielte Ehemann Chris tödlich, so dass zuletzt die zurückgebliebene Annie (Annabella Sciorra), die schon jahrelang nur durch Chris noch Halt im Leben fand, vor dem Nichts steht. Sie nimmt sich das Leben. Ein großer Teil des Films handelt von Chris‘ Erlebnissen im Jenseits und ist eine verkitschte Wunschprojektion, dass alle Träume, die man im Leben hatte, sich erst im Jenseits vollends erfüllen. Irgendwo ist Gott im Himmel, man sieht ihn nicht, aber er ist gut, und wenn du Lust auf Wiedergeburt hast, dann kannst du gerne ein neues Leben auf Erden haben. Im Jenseits drehen sich die Verhältnisse um: nicht die physische Welt ist real, sondern schon immer …