Gay Manga: Gunji

Ein weiteres Gengoroh-Tagame-Werk aus dem Hause Bruno Gmünder verspricht erneut harte Muskelberge und reichlich deftigen Männersex. Interessanterweise ist die Titelstory hierbei für das japanische Magazin Kinniku Otoko (Muskelmänner) entstanden, ein Magazin, das sich gleichermaßen an schwule Männer wie an heterosexuelle Frauen richtet und dafür Erzählweisen aus dem Boys‘-Love-Sektor mit den bulligen Männertypen des Gay Manga kurzschließt. Dass das Pendel bei Tagame dann doch recht deutlich in letzere Richtung ausschlägt, ist natürlich nicht wirklich überraschend. Laut Eigenaussage im Nachwort hat Tagame zwar mehr Fokus auf die Romantik als auf die Pornografie gelegt, aber „Gunji“ ist dabei leider in etwa so romantisch wie ein Brecheisen, das einem gegen den Schädel gehämmert wird.