Links der Woche 11/16: Don’t be a dick
Diese Woche spannen wir den Bogen mal wieder ziemlich weit: Von Indien über Milchwirtschaft und Rassismus bis zu Karl May.
Diese Woche spannen wir den Bogen mal wieder ziemlich weit: Von Indien über Milchwirtschaft und Rassismus bis zu Karl May.
Wenn queere Comics bisher den Weg in ein deutsches Museum fanden, dann konnte man mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgehen, dass Ralf Königs Arbeit in der Ausstellung thematisiert wurde. Das Schwule Museum* in Berlin hat nun mit „SuperQueeroes – Unsere LGBTI*-Comic-Held_innen“ die erste allgemeine Ausstellung zum Thema „queere Comics“ in einem deutschen Museum auf die Beine gestellt. Die international ausgerichtete Comicschau wartet mit einer sehenswerten Bandbreite auf, von der des Königs Werk natürlich ein verdienter Teil ist – jedoch nur einer von vielen.
Die unwürdige Geschichte um den Grand Prix von Angoulême geht weiter. Daneben gibt es diese Woche u.a. ein Sex-Skandälchen aus Tschechien, Medienpädagogik und ganz viel Pow!Boom!Crash! in einem GIF.
Superhelden aus Österreich, eine Anti-Sexismus-Initiative aus Frankreich, eine neue Comic-App aus England. Und der Preacher sagt „Fuck“.
Wie prägend das italienische Universalgenie Leonardo da Vinci für die europäische Kultur war und ist, beweist schon allein die Tatsache, dass ein Großteil der Deutschen das Abbild eines seiner Werke ständig mit sich herumträgt: Da Vincis Studie des menschlichen Körperbaus, auch unter dem Namen „Der vitruvianische Mensch“ bekannt, ziert nämlich alle Gesundheitskarten der gesetzlichen Krankenkassen. (Wobei die Genitalien züchtig vom elektronischen Chip verdeckt werden.) Aber bekanntermaßen trieb den in Florenz geborenen Freigeist nicht nur die Anatomie um, sondern auch die Malerei, Bildhauerei, Architektur, Mechanik, Technik, verschiedene Naturwissenschaften sowie Moral- und Naturphilosophie – und er brillierte auch noch in all diesen Disziplinen und schuf wegweisende Gemälde wie die Mona Lisa und Das Abendmahl, vielfache visionäre Bau- und Konstruktionspläne, Illustrationen, Studien, wissenschaftliche Arbeiten und kartografische Werke.
Ein alter Mann bewacht wie jedes Jahr den Winter über eine einsame Fischerhütte. Um ihn in der Zeit bei Laune zu halten, stellen ihm die Fischer üblicherweise eine Prostituierte zur Seite. Doch dieses Jahr muss er sich mit einem jungen Mann begnügen, der in die Schuldenfalle geraten ist. Ein Homo, versichern ihm die Fischer, das wird also schon! Anfangs alles andere als begeistert, entwickelt der Alte zusehends Gefühle für seinen Kompagnon …