Alle Artikel mit dem Schlagwort: gut (7-8 Punkte)

Sam Zabel in: Der König des Mars

Der kommerziell orientierte amerikanische Superheldencomic hat sich über die letzten Jahrzehnte verändert. Wo früher klare Verhältnisse und eine klar gezogene Trennung zwischen Gut und Böse bestand, dominiert heute bereits im Mainstream eine allgemeine Atmosphäre von Düsternis, Ambivalenz und Paranoia. Hier hat ein deutlicher Wertewandel stattgefunden. Darüber hinaus lassen gerade die Großverlage keine Chance ungenutzt, diesen neuen Status Quo mit ausufernden Crossovers und Relaunches festzuzurren. Das kappt die Bezüge zu früheren, unschuldigeren Zeiten und bindet gleichzeitig die Leser ans Verlagsuniversum. Der neuseeländische Comicautor Dylan Horrocks hatte bereits in seinem grandiosen ersten Comicbuch Hicksville die verlorene Unschuld klassischer Comicserien thematisiert, in seinem neuen Buch Sam Zabel in: Der König des Mars greift er das Thema erneut auf. Viel ist seitdem geschehen, denn nach seinem Independent-Erfolg mit Hicksville durchlief Horrocks selbst die Mühlen der amerikanischen Großverlage. Vielleicht liegt es an seiner grundlegenden Disposition, dass er mit den Arbeitsbedingungen dort nicht zurechtkam. Er litt scheinbar von Anfang an darunter, dass er den vermeintlichen Erwartungen der Herausgeber entsprechen wollte, ohne seine persönlichen Interessen verwirklichen zu können – jedenfalls glaubte er, das zu …

COMIC! Jahrbuch 2015

Seit nunmehr 15 Jahren gibt der Interessenverband Comic e.V., kurz ICOM, sein pralles Jahrbuch heraus, welches auch diesmal wieder recht voluminös ausgefallen ist. Kein Wunder, denn eine solche Publikation ist schließlich dazu da, Ereignisse innerhalb der Comicszene aufzuarbeiten, Rückschau zu halten und Trends zu beleuchten bzw. Prognosen zu wagen. Und dafür gab es auch im letzten Jahr wieder genug Stoff.

Die Legende der scharlachroten Wolken – Izunas 1

Mit dem ersten von zwei geplanten Bänden beginnt Izunas, ein neuer Zyklus der Reihe Die Legende der scharlachroten Wolken, der auch ohne Vorwissen zu lesen ist. Es beginnt eine eigenständige Geschichte, die hier auftretenden Figuren werden auch generell eingeführt, so dass nur versierte Leser einen Zusammenhang erkennen mögen. Man kann also auch als Neuling unbesorgt zugreifen.

Come Prima

Come Prima beginnt mit der Darstellung eines Kampfes. Und das in gleich zweifacher Hinsicht: Giovanni sucht nach einem Jahrzehnt ohne Kontakt seinen Bruder in Frankreich auf und versucht ihn, nach dem Tod des gemeinsamen Vaters, in die italienische Heimat mitzunehmen. Doch Fabio, der ältere Bruder, hat vor langer Zeit mit der Familie gebrochen und ist damals ohne Vorwarnung geflohen. Aktuell hält er sich als nicht gerade erfolgreicher Boxer über Wasser.

I.R.$. 13&14

Larry Max, Sonderermittler der (US-Steuerbehörde) IRS, begibt sich in Bangkok auf die Jagd nach dem Mörder seiner Geliebten Gloria. Die persönliche Vendetta unter dem Deckmantel seiner beruflichen Tätigkeit wird für den smarten Max jedoch schnell zum Bumerang.

Deepwater Prison 1 – Constellation

Christophe Bec ist als Autor ein Phänomen. Wenn man seine Storys genau betrachtet, sind sich diese nicht nur ziemlich ähnlich, mit ihnen ist auch eigentlich nicht viel los. Da ist das obligatorische Grundrätsel schon das Faszinierendste, während die Geschichte oft vor sich hindümpelt. Auch die Charakterisierungen seiner Figuren sind oftmals sehr oberflächlich.