Alle Artikel mit dem Schlagwort: gut (7-8 Punkte)

Bob Marone 1 – Der weiße Dinosaurier

In den 1950er Jahren erschuf der belgische Schriftsteller Charles-Henri-Jean Dewisme unter dem Pseudonym Henri Vernes die Figur Bob Morane, einen ehemaligen Airforce-Piloten, der als Agent der Zeitpatrouille Abenteuer erlebt. Diesem zur Seite steht sein bester Kumpel, der Flugzeugmechaniker Bill Ballantine. Bis heute wird die Reihe um Bob Morane fortgeführt und bringt es in Frankreich auf unzählige Romane, so dass Vernes Schöpfung dort seit Jahrzehnten bekannt bei Jung und Alt ist. Neben einer TV-Serie und einer Zeichentrickreihe entstand so ab dem Jahr 1959 auch eine Comicadaption, die in Deutschland aktuell auszugsweise von Epsilon veröffentlicht wird.

Richtung

Jedes neue Werk von Marc-Antoine Mathieu ist eine Wundertüte. Längst ist die Passion des französischen Künstlers für clevere Comicexperimente kein Geheimnis mehr. Regelmäßig bricht er dafür grafische Strukturen auf, hinterfragt das Medium Comic und schickt den Leser auf Sinnesreisen. Nicht nur, aber bevorzugt, benutzt er dazu die Figur des Julius Corentin Acquefacques als Protagonisten, mit dem in Kürze bereits der sechste Band bei Reprodukt vorliegen wird. Mathieus aktuelles Buch Richtung erinnert von seiner Grundausrichtung her hingegen mehr an seinen, ebenfalls wortlosen, Comic 3 Sekunden.

Charly 9

Charly 9 von Richard Guérineau ist kein Originalstoff, sondern eine Adaption des gleichnamigen Romans von Jean Teulé. Dieser wiederum beruht auf der wahren Geschichte des französischen Königs Charles IX. Dieser Herrscher auf dem Lilienthron hat traurige Berühmtheit erlangt, weil unter seiner Ägide die berüchtigte Bartholomäusnacht stattfand.

Hans Gesamtausgabe 1

Mit der Gesamtausgabe des Sci-Fi-Comics Hans hat der Splitter Verlag eine verschüttete Arbeit des polnischen Zeichners Grzegorz Rosinski aus den 80er Jahren wieder ans Tageslicht befördert. Neben Rosinskis stärker beachteten Werken wie Thorgal, Die große Macht des kleinen Schninkel oder Das verlorene Land stand die Serie doch immer etwas im Schatten.

LastMan 1

Bastien Vivès (In meinen Augen, Der Geschmack von Chlor) hat in den letzten Jahren mit seinen thematisch recht experimentellen Werken für viel Aufsehen in der Comiclandschaft gesorgt. Jetzt hat der Shootingstar des französischen Comics in Zusammenarbeit mit Michaël Sanlaville und Balak (i.e. Yves Bigerel) eine neue Serie gestartet, die erneut ungewöhnliche Wege geht.

Die Geschichte des Bären

Das von ihm grafisch umgesetzte Buch Anita war die erste Publikation des avant-verlags, jetzt legte Stefano Ricci im selbigen sein neuestes Werk Die Geschichte des Bären vor, ein in jeder Hinsicht sperriges Leseobjekt. Bereits der schiere Umfang von gut 430 Seiten erschlägt einen beim ersten Durchblättern; die düstere Grundstimmung in feinen Nuancen aus Schwarz und Grau tut ihr Übriges. Kein Zweifel: Ricci hat jede Menge Arbeit und Herzblut in diesen voluminösen Comic gesteckt, der sich ausschließlich aus ganzflächigen Doppelseiten zusammensetzt.