Alle Artikel mit dem Schlagwort: gut (7-8 Punkte)

U-Comix 189

Das 1969 im Geist der 68er-Gegenkultur von Raymond Martin gegründete Magazin U-Comix machte sich um die Comickultur verdient, indem es deutschen Lesern amerikanische Undergroundcomix und neue, innovative Erwachsenencomics aus Frankreich zugänglich machte. Ab 1980 erschien das Heft regelmäßig, zunächst im Volksverlag, später im Alpha Comic Verlag und brachte es zu hohen Auflagen und etlichen Konflikten mit dem Jugendschutz. Ab Mitte der 1980er Jahre diente das Heft auch zunehmend als Plattform für deutschsprachige Künstler, ehe es 1997 eingestellt wurde. 16 Jahre später brachte Herausgeber Steff Murschetz das Heft zurück: das neue U-Comix, von dem inzwischen acht Ausgaben vorliegen, enthält kaum ausländische Lizenzcomics, sondern besteht überwiegend aus Beiträgen einheimischer Zeichner. In einer Dialog-Rezension nehmen Stefan Svik und Thomas Kögel das aktuelle Heft unter die Lupe.

Das siebte Kreuz

Das siebte Kreuz: Sieben Kreuze stehen bereit für sieben KZ-Häftlinge, die sich auf der Flucht befinden. Sieben Kreuze, an denen sie gemartert und hingerichtet werden sollen. Einer nach dem anderen werden die Fliehenden wieder eingefangen, nur dem Helden der Erzählung, dem Kommunisten Georg Heisler, wird am Ende die Flucht gelingen.

Weißer Schatten

Man sollte sich vom Cover mit der gehörnten Kreatur nicht täuschen lassen: Der abgeschlossene Doppelband Weißer Schatten von den französischen Kreativen Antoine Ozanam (Burn Out) und Antoine Carrion lässt sich nicht dem klassischen Fantasygenre zuordnen, welches sich aus Drachen, Orks oder sonstigem übersinnlichen Firlefanz speist. Der Comic ist vielmehr vergleichbar mit einem Ränkespiel a la Game of Thrones. Zuweilen erinnert er sogar frappierend an George R. R. Martins Schöpfung.

Der Bildhauer

Mit seinen Standardwerken Comics richtig lesen, Comics neu erfinden und Comics machen hat sich der US-Amerikaner Scott McCloud in der Vergangenheit als Theoretiker wie auch als Künstler hervorgetan. Sein dreiteiliges Werk setzte sich auf kluge und anschauliche Weise intensiv mit dem Medium Comic auseinander und war dabei selbst in Form eines Comics verfasst. Jetzt ist sein neues Buch Der Bildhauer fertiggestellt, an dem er fünf Jahre gearbeitet hat und dessen Grundidee ihm schon über 20 Jahre im Kopf herumspukte. Da längere Geschichten von McCloud rar gesät sind, waren Erwartung und Aufmerksamkeit entsprechend groß. Die CG-Redakteure Benjamin Vogt und Cristian Straub (der die englischsprachige Fassung gelesen hat) beschäftigen sich mit dem viel beachteten Comic, für dessen Verfilmung sich Sony bereits die Rechte gesichert hat, und bewerten ihn in Form einer Dialog-Rezension. Achtung: Die Rezensenten behandeln auch das Ende des Comics. Wer das als Spoiler ansieht, liest lieber zuerst den Comic und dann diesen Text.

Friends

Im Sommer 2012 wurde im Zuge der Ermittlungen rund um die rechtsextreme Terrorzelle NSU bekannt, dass zwei Polizisten aus Baden-Württemberg Verbindungen zum rassistischen Geheimbund Ku-Klux-Klan hatten. Auf dieser Nachrichtenmeldung gründet Jan Soeken seinen Comic Friends – der allerdings nichts mit einer Reportage oder einer Dokumention zu tun hat.

Bob Marone 1 – Der weiße Dinosaurier

In den 1950er Jahren erschuf der belgische Schriftsteller Charles-Henri-Jean Dewisme unter dem Pseudonym Henri Vernes die Figur Bob Morane, einen ehemaligen Airforce-Piloten, der als Agent der Zeitpatrouille Abenteuer erlebt. Diesem zur Seite steht sein bester Kumpel, der Flugzeugmechaniker Bill Ballantine. Bis heute wird die Reihe um Bob Morane fortgeführt und bringt es in Frankreich auf unzählige Romane, so dass Vernes Schöpfung dort seit Jahrzehnten bekannt bei Jung und Alt ist. Neben einer TV-Serie und einer Zeichentrickreihe entstand so ab dem Jahr 1959 auch eine Comicadaption, die in Deutschland aktuell auszugsweise von Epsilon veröffentlicht wird.