Vampir & Aspirine
Die CG-Redakteure Benjamin Vogt und Daniel Wüllner haben sich mit den beiden Büchern Vampir und Aspirine beschäftigt und bewerten diese in Form einer Dialog-Rezension.
Die CG-Redakteure Benjamin Vogt und Daniel Wüllner haben sich mit den beiden Büchern Vampir und Aspirine beschäftigt und bewerten diese in Form einer Dialog-Rezension.
Als Zeichnerin von Kinderbüchern ist Anke Kuhl bereits eine alte Häsin. Für ihre bisherigen Arbeiten wurde sie sogar mehrfach prämiert, u.a. gewann sie den Deutschen Jugendliteraturpreis. Mit Lehmriese lebt! legt die erfolgreiche Illustratorin nun ihr erstes Comicwerk vor, eine simplifizierte Abwandlung des Golem-Mythos. Und natürlich sind auch bei diesem neuen Buch Kinder die Adressaten.
Der Anfang nach dem Ende beginnt mit einem Ende. Es endet das Leben eines alten Mannes, der damit aber offensichtlich schon gerechnet hatte, lässt er doch seinen letzten, den todbringenden Gast überaus bereitwillig in seine Wohnung.
Das 1969 im Geist der 68er-Gegenkultur von Raymond Martin gegründete Magazin U-Comix machte sich um die Comickultur verdient, indem es deutschen Lesern amerikanische Undergroundcomix und neue, innovative Erwachsenencomics aus Frankreich zugänglich machte. Ab 1980 erschien das Heft regelmäßig, zunächst im Volksverlag, später im Alpha Comic Verlag und brachte es zu hohen Auflagen und etlichen Konflikten mit dem Jugendschutz. Ab Mitte der 1980er Jahre diente das Heft auch zunehmend als Plattform für deutschsprachige Künstler, ehe es 1997 eingestellt wurde. 16 Jahre später brachte Herausgeber Steff Murschetz das Heft zurück: das neue U-Comix, von dem inzwischen acht Ausgaben vorliegen, enthält kaum ausländische Lizenzcomics, sondern besteht überwiegend aus Beiträgen einheimischer Zeichner. In einer Dialog-Rezension nehmen Stefan Svik und Thomas Kögel das aktuelle Heft unter die Lupe.
Das siebte Kreuz: Sieben Kreuze stehen bereit für sieben KZ-Häftlinge, die sich auf der Flucht befinden. Sieben Kreuze, an denen sie gemartert und hingerichtet werden sollen. Einer nach dem anderen werden die Fliehenden wieder eingefangen, nur dem Helden der Erzählung, dem Kommunisten Georg Heisler, wird am Ende die Flucht gelingen.
Man sollte sich vom Cover mit der gehörnten Kreatur nicht täuschen lassen: Der abgeschlossene Doppelband Weißer Schatten von den französischen Kreativen Antoine Ozanam (Burn Out) und Antoine Carrion lässt sich nicht dem klassischen Fantasygenre zuordnen, welches sich aus Drachen, Orks oder sonstigem übersinnlichen Firlefanz speist. Der Comic ist vielmehr vergleichbar mit einem Ränkespiel a la Game of Thrones. Zuweilen erinnert er sogar frappierend an George R. R. Martins Schöpfung.