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Währenddessen … (KW 17)

In der Kolumne „Währenddessen …“ zeigt die Comicgate-Redaktion, was sie sich diese Woche sonst noch so zu Gemüte geführt hat.

Daniel: Nachdem der neue Batman vs. Superman: Dawn of Justice Trailer bereits letzte Woche geleakt ist, zeigt Zack Snyder den Teaser für seine neue Comicverfilmung nun offiziell:

Und ich bin enttäuscht. #Notblurry, #notpirated, aber auch nicht wirklich interessant. Wobei #notpirated nicht ganz stimmt, bedient er sich doch großzügig bei Batman: The Dark Knight Returns. Lehren zieht der Regisseur aus dem Comic nicht. Frank Miller mag zwar ein Fanatiker sein, aber seine Figuren haben Ambitionen und Charakter – sie entwickeln sich. Snyder hingegen langweilt mit bedeutungsschwangeren Actionsequenzen. Batman vs. Superman wird sich nahtlos in die Reihe von Filmen, wie Sucker Punch, 300, Watchmen und Superman einfügen. Alles sieht aus wie ein Videospiel mit ein paar markigen Sprüchen: „Tell me, do you bleed? You will.“ Doch das gibt es schon und heißt auch fast so: Injustice: Gods among us.

Benjamin: Zufällig gestolpert bin ich über den bezaubernden Webcomic JL8, den der US-Amerikaner Yale Stewart seit geraumer Zeit im wöchentlichen Rhythmus auf seiner Website veröffentlicht. Dafür zeichnet er bekannte DC-Superhelden als Grundschüler und lässt sie lustige Momente erleben. Die Kids-Versionen der Figuren muss man einfach lieben, die Zeichnungen sehr angenehm, der Humor vortrefflich. Fast 200 Episoden sind bis dato schon zusammen gekommen. Nur nicht mit offiziellem Segen von DC Comics, weshalb eine gedruckter Sammelband wohl leider nie Realität wird.

© Yale Stewart

© Yale Stewart

Christian: Das nenne ich mal eine subversive Übersetzung! In der Disney-Comicgeschichte A Christmas in Shacktown (Weihnachten in Kummersdorf) sind Donald Ducks Neffen Tick, Trick und Track deprimiert, weil sie in der Vorweihnachtszeit durch das Armenviertel gegangen sind und sehen mussten, dass die armen Kinder dort keine schöne Kindheit haben. In der amerikanischen Version ist Daisy sofort voller Empathie für die Neffen. In der deutschen Fassung dagegen gibt sie den Kindern erst mal selbst die Schuld für ihre schlechte Stimmung. „Warum musstet ihr denn aber auch durch dieses Elendsviertel gehen?“ Jaja, Erika Fuchs kannte ihre Mitbürger und hat deren Idiom stets treffend auf den Punkt gebracht – und hier hat sie aus Daisy doch glatt eine typische Spießerin gemacht, die nicht will, dass die Kinder mit den Schmuddelkindern spielen. Ich fürchte, damit hat Erika Fuchs die deutschen Kinder genau da abgeholt, wo sie herkamen.

Erika Fuchs und Carl Barks im Vergleich

© Disney Enterprises Inc. (Micky Maus Sonderheft 21 von 1954, Ehapa Verlag. Donald Duck – A Christmas for Shacktown, 2012, Fantagraphics)

Benjamin: Und dann war da noch der neue Star Wars-Teaser. „Chewie, we’re home“

hansolo

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