When I Am King
Scott McCloud („web-native comics at its best“) und Joscha Sauer („ein bisschen verknallt“) lieben When I am King. Ich bin nicht Scott McCloud. Ich bin nicht Joscha Sauer. Kann ich diesen Comic dennoch mögen?
Scott McCloud („web-native comics at its best“) und Joscha Sauer („ein bisschen verknallt“) lieben When I am King. Ich bin nicht Scott McCloud. Ich bin nicht Joscha Sauer. Kann ich diesen Comic dennoch mögen?
Eine große Ehre: 2016 durfte der Zeichner Mathieu Sapin, der damals schon an seinem Gérard-Depardieu-Comic arbeitete, gemeinsam mit François Hollande, dessen PR-Chef und einigen weiteren Vertrauten im Élysée-Palast übers Filmemachen diskutieren. Dabei kam die Frage auf, wer wohl der berühmtere Franzose sei: Gérard Depardieu oder François Hollande. Könnte es sein, dass vielleicht tatsächlich Depardieu das prominenteste Aushängeschild seiner Heimat sei? Das gefällt einigen der Anwesenden überhaupt nicht, denn immerhin war es Depardieu, der Frankreich in Empörung über eine geplante Reichensteuer laut polternd den Rücken kehren wollte und dafür sogar die russische Staatsbürgerschaft annahm. Einen größeren Stinkefinger an das Land, das er gefälligst repräsentieren sollte, kann man sich kaum vorstellen.
Was kostet die Unsterblichkeit? Olivier Peru weiß es auch nicht genau, aber er stellt die Frage nach dem Wert des Lebens in Androiden 2 im Rahmen eines ebenso actionreichen wie rührenden Science-Fiction-Szenarios. Der zweite Band von Splitters vierteiliger Androiden-Reihe begeistert optisch wie erzählerisch.
Der Krieg ist seit neun Jahren vorbei und die Bewohner des Landes haben sich von seinen Schrecken erholt. Trotzdem gibt es immer noch Probleme, wie zum Beispiel das Haus des Zauberers Ornun Zol, das ohne einen Besitzer die kleine Stadt Malrenard in Angst und Schrecken versetzt. Aus diesem Grund lassen die Bewohner des Ortes das Mädchen Henrietta Achilles zu ihnen bringen. Sie soll das Erbe des Zauberers antreten, da sie seine Nichte ist und das Haus somit beruhigen kann. Zumindest erzählen die Malrenarder der jungen Frau das, als sie ihr die Schlüssel des verfluchten Hauses übergeben. Alle Verantwortung lastet damit auf ihren Schultern und die ungebetenen Gäste, die bereits im Haus unterwegs sind, machen es nicht einfacher. Dabei handelt es sich um zwei sich bekriegende Parteien, die aus ganz eigenen Gründen versuchen, das Geheimnis des Hauses zu lösen. Und laut sind diese Raufbolde auch noch. Schöner Mist.
Ein Sex-Skandal, ein Mann mit schrecklicher Frisur und waffenfanatische, religiöse Eiferer im Hintergrund – was sich wie ein Trump-Nachrichten-Mashup liest, ist in Wirklichkeit eine unterhaltsame SF-Story über eine menschliche Kolonie auf einem fremden Planeten.
Alte Science-Fiction-Weisheit: Androiden gehen immer. Splitter macht mit der vierbändigen Serie Androiden den Bladerunner auf der Hatz nach hohen Verkaufszahlen: Vier Autoren, vier Alben. Der erste Band aus der Feder von Jean-Luc Istin (Die Nacht der lebenden Toten) ist im September 2017 erschienen.