Endzeit
Das Neu-Erzählen von Geschichten ist so alt wie das Geschichtenerzählen selbst. Dass jedoch Comickünstler ihre eigenen Comics noch einmal komplett neu schreiben und zeichnen, dürfte ziemlich selten passieren.
Das Neu-Erzählen von Geschichten ist so alt wie das Geschichtenerzählen selbst. Dass jedoch Comickünstler ihre eigenen Comics noch einmal komplett neu schreiben und zeichnen, dürfte ziemlich selten passieren.
Sechs Jugendliche ertragen ihre Eltern nicht mehr. Normal. Aber diese Clique hat nun wirklich allen Grund dazu: Brian K. Vaughans (Saga, Y – The Last Man) Ausreißersuperheldengeschichte ist nun als Gesamtausgabe erschienen.
Nach neun Kinofilmen, einem Computer- und einem Brettspiel, diversen Vinylfiguren, Turnbeuteln und einem Metallschild („Planet der Affen – beginnt hinter dieser Tür“) kommt nun eine Neuauflage alter Planet-der-Affen-Comics auf den Markt. Pünktlich zum 50-Jahre-Jubiläum. Ein Geschenk für alle, die mit den Originalfilmen mehr anfangen können als den Neuadaptionen.
Es ist eine seltsame Welt, in die wir hier geworfen werden: Es gibt dort Menschen und menschenähnliche Wesen, aber auch solche, die „Flachfische“, „Stabharpyen“ oder „Stelzenfischer“ heißen, dazu noch riesenhafte Transportwesen auf stelzenhaften Beinen, die sich wie große Schiffe durch eine Wüstenlandschaft bewegen. Haan heißt dieser Planet, ein ehemals florierendes Handelszentrum, inzwischen aber restlos ausgebeutet und kaum noch bewohnbar. Die ehemalige Hightech-Welt hat sich nach einem Krieg in ein post-technologisches Zeitalter zurückentwickelt. Und die wenigen verbliebenen Bewohner werden obendrein bedroht von einer sich rasch ausbreitenden Seuche, wild wuchernden Algen, die alle Pflanzen befallen. Das matschig-dunkle Grün dieser Wucherungen gibt dem Comic seinen Namen.
Jeff Lemires Black-Hammer-Spin-Off Sherlock Frankenstein pustet dem staubigen Superheldengenre den Rost vom flattrigen Cape. Wer keine Lust mehr auf Marvels Kino-Frontalangriff auf den guten Geschmack hat, sollte Lemires Sherlock Frankenstein lesen.
Der 13-jährige Antoine verbringt die Sommerferien mit seinen Eltern und seinem kleinen Bruder in der Bretagne. Die Familie nimmt eine Freundin der Mutter dazu, die gerade eine Fehlgeburt hinter sich hat. Sie kommt mit ihrer 16-jährigen Tochter Hélène. Die offensichtlich gelangweilte Hélène trinkt, raucht, spottet und schäkert und lockt Antonio gnadenlos aus der Reserve und seinem noch recht kindlichen Ferientrott. Nach und nach stolpern die beiden auf erotische Experimente zu, und daraus entwickelt sich … Wasauchimmer.