Reader Superhelden
Batman oder Superman? Natürlich Batman. Aber über Superhelden gibt es mehr zu sagen als das. Bei transcript ist ein opulenter Reader erschienen, der genau dies versucht.
Batman oder Superman? Natürlich Batman. Aber über Superhelden gibt es mehr zu sagen als das. Bei transcript ist ein opulenter Reader erschienen, der genau dies versucht.
Kinder sind cool. Sie haben keine Vorurteile und sprechen immer unverblümt aus, was sie denken. Das kriegt der alleinerziehende Yaichi in Gengoroh Tagames Mangaserie Der Mann meines Bruders reichlich zu spüren, als plötzlich Mike, der Ehemann seines verstorbenen Bruders Ryoji vor der Haustür seiner Wohnung steht. Der ist nach dem Tod des Partners eigens von Kanada nach Japan gereist, um Trauerarbeit zu leisten. Nach Ryojis Tod will er dessen Wurzeln kennenlernen und die Stätten besuchen, die Ryoji wichtig waren und ihn geprägt hatten. Yaichi jedoch fremdelt. Er hat sich seit dem Coming-Out des Bruders von diesem entfremdet und kaum noch an ihn gedacht, seit Ryoji nach Kanada ausgewandert ist. Bis jetzt.
Spätestens seit Nicolas Mahlers Umsetzung von Alte Meister (Suhrkamp) sind Comic-Adaptionen von Thomas Bernhards nicht gerade massenkompatibler Literatur offenbar hip. Lukas Kummer hat sich nun an Die Ursache herangewagt. Gar nicht schlecht!
Unsere Autoren Gerrit Lungershausen und Christian Muschweck haben sich die umfangreiche Comicerzählung von Natalie Ostermaier in einer ausführlichen Dialog-Rezension zur Brust genommen. Ist dieser Comic Hexenwerk und gehört er gar auf den Scheiterhaufen?
Wenn man sich der Figur Conan auf respektvolle Weise annähern möchte, gibt es zwei Möglichkeiten. Die erste besteht darin, die Geschichten von Robert E. Howard zu adaptieren. Die zweite Herangehensweise ist, Robert E. Howard ebenfalls zu adaptieren, darüber hinaus aber die vielen biografischen Lücken des Barbaren zu ergänzen – möglichst im Sinne Howards – und so eine große epische Erzählung entstehen zu lassen. Der zweite Ansatz ist umstritten, tatsächlich jedoch die meiste Zeit Usus gewesen. Nimmt man ein altes Conan-Taschenbuch des Heyne-Verlags zur Hand, so bekommt man vor jeder Geschichte, die im Regelfall 20 bis 60 Seiten umfasst, eine kleine biografische Einordnung des Geschehens, so dass man bald lückenlos darüber aufgeklärt ist, in welchem Alter sich Conan an welchen Orten befand. Auf diese Weise konnten Epigonen wie Lin Carter und L. Sprague de Camp mühelos an entsprechenden Bausteinen des Epos andocken und die Erzählung nach Lust und Laune weiterspinnen.
Da stehen sie nun. Eine völlig aufgelöste Alexandra mit verschmiertem Make-up, eine dezent wütende Lea, der inzwischen völlig verunsicherte Florent und nicht zuletzt sein bester Freund, immer noch unter dem Einfluss der kleinen, unheilvollen Pille. Die Situation versteift sich zusehend, eine Entspannung scheint nicht in Sicht. Doch die Nacht hält noch einige Überraschungen bereit und wird dunkle Geheimnisse hinter der bürgerlichen Fassade offenbaren.