Alle Artikel mit dem Schlagwort: Autobiografie

Vatermilch

Rufus Himmelstoß – fortan „der coole Hund“ genannt – weiß, wie man die Menschen einwickelt. Tagsüber beglückt er einsame Hausfrauen als Vertreter einer Markisenfirma, abends vermehrt er sein Geld beim Poker und prahlt mit seinen Affären. Um skrupellose Summen wird da gezockt. Mit einem Full House will der coole Hund seinem Spezl mal eben 3000 DM aus der Tasche leiern, der aber hat vier Damen, worauf dem coolen Hund das Gesicht runterfällt. Zahlen? Kann er nicht. Anschnorren muss er seinen Kumpel und um Zahlungsaufschub betteln. Das ist aber gar nicht cool.

Exodus

Ticka ist fünf Jahre alt und führt ein schönes Leben in Ungarn. Dann kommen die Nazis. Sie schlägt sich alleine durch, bis sie die Möglichkeit hat, auf dem Schiff Exodus 1947 nach Israel auszuwandern. Das ist allerdings sehr schwierig, wie die israelische Künstlerin Esther Shakine im Comic Exodus erzählt.

Venustransit

Der Mann um die Dreissig ist einer, der stark verunsichert ist. So wie immer, wenn es daran geht eine Schwelle zu übertreten. Mit Dreißig ist das so, dann auch wieder mit Vierzig, Fünfzig und so weiter. Frauen brauchen keinen Mut. Nicht zur Bindung, Karriere, Heirat und schon gar nicht zur Mutterschaft. Sie entscheiden oder lassen die Umstände entscheiden. Natürlich geraten auch sie in Krisen und stehen Ängste aus, aber sie kämpfen oder mogeln (Make-Up!) sich da irgendwie durch und verzichten auf jeglichen heroischen Gestus.

Fahrradmod

Aufgemotzte Motorroller aus Italien, elegante Maßanzüge mit schmalen Krawatten, Fishtail-Parkas mit Union Jack und Kokarde und über alledem natürlich: Musik, Musik, Musik. Das sind die Mods, die enthusiastischen Anhänger einer in dieser Form nie dagewesenen Jugendbewegung, die in den 1960er-Jahren in Großbritannien aufkommt, lange bevor sich der erste Punk eine Sicherheitsnadel durchs Ohr steckt.

Der Realist 1

Asaf Hanuka ist ein israelischer Künstler, der in Tel Aviv lebt. Er arbeitete unter anderem an dem Oscar-nominierten Animationsfilm Waltz with Bashir mit, außerdem wurden seine Zeichnungen in renommierten Zeitungen bzw. Zeitschriften wie der New York Times, dem Wall Street Journal oder dem Rolling Stone abgedruckt. Nebenbei veröffentlicht Hanuka seit 2010 auf seinem Blog im wöchentlichen Rhythmus autobiographische Comics und Illustrationen. Unter dem Titel Der Realist erzählt er aus seiner subjektiven Sicht vom Leben und Arbeiten in seiner Heimat, aber auch vom ganz normalen Familienwahnsinn.