Ein kleiner Schritt für die Menschheit
Im Jubiläumsjahr der Mondlandung wagt Joachim Brandenberg (Tobisch) einen Blick zurück in die Mondreisephantasien des 14. Jahrhunderts.
Im Jubiläumsjahr der Mondlandung wagt Joachim Brandenberg (Tobisch) einen Blick zurück in die Mondreisephantasien des 14. Jahrhunderts.
Verziegelt: Egmont bringt Tsutomu Niheis SF-Epos Biomega im unhandlichen Backsteinziegelformat in die sich biegenden Regale der Buchhandlungen.
Meisterdiebe sind cool. Das weiß man spätestens seit Filmen wie Der Clou und Ocean’s Eleven. Im Gegensatz zum Profikiller arbeiten fiktive Langfinger gerne in Gruppen, woraus sich eine interessante Gruppendynamik ergibt, die im besten Fall dafür sorgt, dass so eine Gaunertruppe den Leser*innen ans Herz wächst. Vor allem, wenn sie Leute bestiehlt, die es wirklich verdient haben. Die Sterne scheinen also richtig zu stehen, als Fassadenkletterer James Finnigan sich im Jahre 1931 daran macht, den Silberschatz Graf Draculas, hier das Pseudonym eines mongolischen Kriegsherrn, zu stehlen. Sein Team ist gut, der Plan noch besser, was soll schiefgehen?
Das Star-Wars-Epos der 1930er Jahre, Flash Gordon, kehrt in die Buchregale zurück: Und mit ihm Alien-Drachen, Alien-Ritter und kahlköpfig-asiatische Alien-Schurken. Das darf man trashig finden – oder lieben.
Batman oder Superman? Natürlich Batman. Aber über Superhelden gibt es mehr zu sagen als das. Bei transcript ist ein opulenter Reader erschienen, der genau dies versucht.
Kinder sind cool. Sie haben keine Vorurteile und sprechen immer unverblümt aus, was sie denken. Das kriegt der alleinerziehende Yaichi in Gengoroh Tagames Mangaserie Der Mann meines Bruders reichlich zu spüren, als plötzlich Mike, der Ehemann seines verstorbenen Bruders Ryoji vor der Haustür seiner Wohnung steht. Der ist nach dem Tod des Partners eigens von Kanada nach Japan gereist, um Trauerarbeit zu leisten. Nach Ryojis Tod will er dessen Wurzeln kennenlernen und die Stätten besuchen, die Ryoji wichtig waren und ihn geprägt hatten. Yaichi jedoch fremdelt. Er hat sich seit dem Coming-Out des Bruders von diesem entfremdet und kaum noch an ihn gedacht, seit Ryoji nach Kanada ausgewandert ist. Bis jetzt.