Alle Artikel in: Rezensionen

Silver 1-4

Meisterdiebe sind cool. Das weiß man spätestens seit Filmen wie Der Clou und Ocean’s Eleven. Im Gegensatz zum Profikiller arbeiten fiktive Langfinger gerne in Gruppen, woraus sich eine interessante Gruppendynamik ergibt, die im besten Fall dafür sorgt, dass so eine Gaunertruppe den Leser*innen ans Herz wächst. Vor allem, wenn sie Leute bestiehlt, die es wirklich verdient haben. Die Sterne scheinen also richtig zu stehen, als Fassadenkletterer James Finnigan sich im Jahre 1931 daran macht, den Silberschatz Graf Draculas, hier das Pseudonym eines mongolischen Kriegsherrn, zu stehlen. Sein Team ist gut, der Plan noch besser, was soll schiefgehen?

Der Mann meines Bruders 1

Kinder sind cool. Sie haben keine Vorurteile und sprechen immer unverblümt aus, was sie denken. Das kriegt der alleinerziehende Yaichi in Gengoroh Tagames Mangaserie Der Mann meines Bruders reichlich zu spüren, als plötzlich Mike, der Ehemann seines verstorbenen Bruders Ryoji vor der Haustür seiner Wohnung steht. Der ist nach dem Tod des Partners eigens von Kanada nach Japan gereist, um Trauerarbeit zu leisten. Nach Ryojis Tod will er dessen Wurzeln kennenlernen und die Stätten besuchen, die Ryoji wichtig waren und ihn geprägt hatten. Yaichi jedoch fremdelt. Er hat sich seit dem Coming-Out des Bruders von diesem entfremdet und kaum noch an ihn gedacht, seit Ryoji nach Kanada ausgewandert ist. Bis jetzt.