Der König der Vagabunden
Gregor Gog ist ein König ohne Königreich, ohne Vasallen, ohne Landbesitz. Beatrice Davies und Patrick Spät zeichnen das Bild eines würdevollen Anarchisten, eines Vagabunden-Königs ohne Hermelin, aber mit Stolz.
Gregor Gog ist ein König ohne Königreich, ohne Vasallen, ohne Landbesitz. Beatrice Davies und Patrick Spät zeichnen das Bild eines würdevollen Anarchisten, eines Vagabunden-Königs ohne Hermelin, aber mit Stolz.
Was macht das Schneewittchen als erstes, wenn es in die Wohnung der sieben Zwerge kommt? Abspülen und Putzen. Es klingt wie ein schlechter Witz, aber Schneewittchen ist so tugendhaft und artig, sie kann gar nicht anders, als die gute Perle für die Männerwirtschaft der Zwerge zu sein.
Scheiterte Kevin Costner in seinem Kino-Epos The Postman (1997) noch daran, ausgerechnet den Briefträger zum strahlenden Heros der Postapokalypse zu stilisieren, gelingt Simon Roussin mit Xibalba nun eine liebevolle Hommage an die südamerikanische Luftpostgeschichte.
Homers antike Verserzählung von Odysseus aus dem 8. Jh. v. Chr. ist der Ahnvater aller Reise- und Heimkehrerzählungen. Emmanuel Lepage und Sophie Michel haben mit ihrem Comic Die Fahrten des Odysseus eine Reise durch wilde Gewässer gewagt.
„Der Menschensohn geht zwar dahin, wie von ihm geschrieben steht; doch weh dem Menschen, durch den der Menschensohn verraten wird! Es wäre für diesen Menschen besser, wenn er nie geboren wäre.“ Mit diesen Worten richtete sich Jesus – zumindest nach dem Matthäus-Evangelium – am Vorabend seiner Verhaftung durch die Römer an seine Jünger. Zu diesem Zeitpunkt war Jesus bereits im Bilde darüber, dass Judas ihn für 30 Silberlinge an die Römer verraten hat, und das ließ er den Verräter auch spüren. Aber hat Judas seinen Herrn tatsächlich „verraten“? Wie sonst, wenn nicht durch ihn, hätte es denn zur Kreuzigung und damit zur Vollendung der Heilsgeschichte kommen sollen?
George Orwell, der Autor der kanonischen Überwachungsdystopie 1984, ist von Pierre Christin und Sébastien Verdier in einer Comic-Biografie porträtiert worden – schwarzweiß gezeichnet, aber nicht schwarzweiß dargestellt.