Autor: Christian Muschweck

Kamingespräch: Was kann die Sandman-Serie bei Netflix?

Die Vertigo-Comicserie Sandman, die Neil Gaiman mit unterschiedlichen Künstlern von 1989 bis 1996 gestaltete, war eine der einflussreichsten Comicserien der 1990er Jahre und neben den Comicserien Hellblazer und Swamp Thing einer der Grundpfeiler des DC-Imprints Vertigo, das unter der leitenden Hand der Redakteurin Karen Berger ebenfalls einen bis heute nachwirkenden Eindruck hinterließ. Die Lücke, die mit dem Ende von Vertigo 2019 entstand, ist bis heute schmerzlich spürbar. Karen Berger hat inzwischen mit dem Imprint Berger Books beim Dark Horse-Verlag eine neue Heimat für progressive Comics erhalten, während DC-Comics die erfolgreichsten Vertigo-Titel mit dem seit 2019 eingeführten Black Label neu auflegt – und natürlich heißt eine der Kategorien, die nach wie vor Zugkraft entfalten soll “The Sandman Universe“.

Yuggoth Rising – Zweiter Akt

Die schönsten Reisen in H.P. Lovecrafts kosmische Welten waren stets diejenigen, die jenseits der Mauer des Schlafs stattfanden, bilden doch Schlaf und Traum die glaubwürdigste Barriere zwischen dem Hier und dem Dort. Luzides Träumen ist nahe an der eigenen Erfahrungswelt und die Reise in Traumwelten auf diese Weise plausibel und nachvollziehbar. Oft hat H.P. Lovecraft Zustände dieser Art beschrieben.