Alle Artikel mit dem Schlagwort: Horror

Freaks Squeele: Totenfeier 1

Die französische Comicserie Freaks Squeele von Florent Maudoux existiert bereits seit 2008 und hat im Nachbarland bereits mehrere Spin-Offs hervorgebracht, auch eine Zeichentrickserie ist in Planung. Splitter bringt die Reihe nun auch nach Deutschland und legt noch vor der Hauptserie eines jener Nebenprojekte vor: Der Zweiteiler Totenfeier erzählt die Vorgeschichte von einer der zentralen Figuren. Ob sich dieser Prequel-Band wirklich als guter Einstieg in die Serie eignet?

Die Nacht der lebenden Toten 1 – Vatersünden

Die Nacht der lebenden Toten? Da werden Horrorfans natürlich äußerst hellhörig. Schließlich lautet so auch der Titel des legendären Streifens von George A. Romero, der nicht nur den Zombiefilm in seiner modernen Form, abseits von Voodoo, begründete, sondern auch den Anteil der gezeigten expliziten Gewalt kräftig erhöhte.  Aber Romeros Film war weit mehr als eine reine Schlachtplatte, sondern punktete mit einer expressionistischen Bildsprache und kaum verhohlener Sozialkritik, die er auch in seinen folgenden Genrebeiträgen unter Beweis stellte.

The Wake

Meeresbiologin Dr. Lee Archer wird als Beraterin auf eine Unterwasserstation gelockt. Dort befindet sich bereits ein Expertenteam, dessen Aufgabe es ist, eine einmalige Entdeckung zu erforschen. Tatsächlich ist der auftraggebenden Bohrfirma zufälligerweise ein bislang unbekanntes, intelligentes Fischwesen ins Netz gegangen. Doch schnell stellt sich die Frage, ob es nicht die Menschen sind, die tief unter dem Meeresspiegel in der Falle sitzen.

Ash

Der französische Zweiteiler Ash wird in dem beliebten Splitter-Double-Format veröffentlicht, ist also hierzulande in einem Band komplett zu goutieren. Schlägt man die ersten Seiten auf, ist man etwas überrascht, denn die Panels sind recht groß und sehr flächig gestaltet. Von der Größe her wären sie also dafür prädestiniert gewesen, besonders viele Details unterzubringen. Aber leider wird das nicht ausgenutzt. Ash hat von Beginn an einen leicht sterilen Charakter. Zudem zeigen die Figuren einen deutlichen Einfluss von Manga, gerade in der Gestaltung der Physiognomie, was an sich nicht zu kritisieren ist, aber nicht mit der klassisch franko-belgischen Umgebung harmonieren will. Diese Diskrepanz zieht sich durch den ganzen Band und vermag nicht sonderlich zu überzeugen; obwohl alles grundsolide umgesetzt ist, wirkt es kalt und allzu kalkuliert.

Outcast 1 – Im Reich der Finsternis

Dass eine neue Image-Serie von Autor Robert Kirkman nach dessem riesigen Erfolg mit The Walking Dead für Aufsehen sorgen wird, war abzusehen. Dennoch ist es überraschend, dass sich Cinemax/HBO noch vor Erscheinen einer einzigen Ausgabe von Outcast die Rechte für eine TV-Adaption gesichert hat. Nachdem ich den ersten Comicband gelesen habe, bin ich allerdings der Meinung, dass sich diese frühe Entscheidung für den US-Sender durchaus bezahlt machen könnte. Denn Kirkmans neuester Streich ist nicht nur für sich genommen ein vorzüglicher Comic, sondern bietet sich auch durchaus für eine Aufbereitung in bewegter Form an. Fernsehserien mit klassischen Horrorthemen gibt es ja nicht gerade viele, sieht man mal vom toll inszenierten, aber eher schrägen American Horror Story ab. Hier könnte Outcast mit seinem fein gewobenen Grusel und starken Figuren eine bislang vakante Position unter den anspruchsvollen Dramaserien besetzen.