Alle Artikel mit dem Schlagwort: Historiencomic

The Legend of Kamui 1 (US)

Als Sanpei Shiratos Kamui 1995 zum ersten Mal in Deutschland erschien, wurde die Manga-Serie von den damals Verantwortlichen des Carlsen Verlags als „Entwicklungsroman“ bezeichnet. Kamui, so hieß es im Klappentext, sei eines „der bedeutendsten Meisterwerke des japanischen Comics“, ein komplexes, siebzehnbändiges Werk und gut recherchierter Bilderbogen Japans im 16. Jahrhundert. Die Reihe biete „Zeichnungen von atemberaubender Präzision“ und zeige „ein authentisches Bild vom Leben der Bauern, Jäger, Fischer und Unberührbaren während der Edo-Periode“. Aber dann war nach gerade mal zwei Bänden Schluss mit diesem sattsam unterhaltsamen Edelmanga, der zwar reichlich Action und Gewalt auffuhr, aber irgendwie gar nicht so bedeutsam wirkte. Hatte man sich bei der Ansage des Klappentexts etwa doch zu weit aus dem Fenster gelehnt? Natürlich war uns irgendwie auch klar, dass der Carlsen Verlag noch gar nicht anders konnte, als nur einen winzigen Guckkasten über einen gewaltigen Comic zu legen. Aber auch das ist nur die halbe Wahrheit.

Die Klingen der Wächter 10

Am Ende des zehnten Teils von Klingen der Wächter schließt sich ein Bogen zu Band 1: Daoma und sein Junge Xiaoqui beginnen, steckbrieflich gesuchte Kriminelle einzuschüchtern, um ihnen Reisegeld abzupressen. Das ist eine Rückkehr zu alten Kopfgeldjägermethoden, ebenso eine Rückkehr zu den Ursprüngen des ersten Teils. Der Ballast der Politik wird abgestreift, wenn auch nur vorrübergehend.