Die drei ??? und die flüsternde Mumie
Wer kennt sie nicht, die schwarzen Bücher mit den quadratischen Covermotiven?
Wer kennt sie nicht, die schwarzen Bücher mit den quadratischen Covermotiven?
Haben Reptiloide die Mondlandung fingiert? Wurde Barack Obama in Kenia geboren und muslimisch erzogen? Sind wir alle verrückt geworden? In The Department of Truth würfeln James Tynion IV und Martin Simmonds alles durcheinander.
Einer der bildgewaltigsten Comics mit DCs prominent besetztem Superheldenteam, der Justice League of America, erfährt bei Panini eine würdige Neuauflage: JLA: Heaven’s Ladder, erstmals im Jahr 2000 auf Englisch publiziert, kommt originalgetreu im Überformat daher und raubt einem aufgrund der prächtigen Zeichnungen (Bryan Hitch) schon beim bloßen Durchblättern den Atem. Die Story von Comicautor Mark Waid ist dabei dermaßen ambitioniert und abgefahren, dass man sich fragt, ab welchem Punkt man sich vom Plot einer Star-Trek-Folge ins Philosophieseminar verirrt hat.
Es beginnt wie ein gespielter Witz: eine Polizeieinheit fällt ins Frauenfreibad ein, um eine vermeintliche Schlägerei aufzulösen, dabei waren es doch nur ein paar türkische Damen, die laut diskutiert haben. Typisch südeuropäisches Temperament.
Wenn eine junge Frau in einem Comic von Michael Mikolajczak allein durch die Nacht läuft, bedeutet das in der Regel nichts Gutes. In Die Spinne wird eine junge Frau namens Melanie auf der Flucht mit voller Tötungsabsicht überfahren – der reißerische Auftakt einer sleazigen Thriller-Erzählung, die 1972 irgendwo in einem Wüstenkaff in Amerika verortet ist. Death Proof lässt grüßen.
Am Ende war es wohl nur eine Frage der Zeit, bis auch Corto Maltese immer wieder neu interpretiert wird. Erst war es nur eine Zeichentrickserie, dann nur die – gelungene – Fortsetzung von Juan Díaz Canales und Ruben Pellejero. Aber ganz schleichend weitet sich der Blick auf Corto Maltese: 2017 wurde die Figur von Giorgo Cavazzano und Bruno Enna disneyfiziert, 2021 kam dann die Modernisierung in Form einer weiteren Hommage, diesmal von Bastien Vivès und Martin Quenehen, so dass langsam unser Blick auf die Figur auszufransen droht. Es wird schwieriger, den Fokus auf das zu richten, was die Figur ursprünglich einmal repräsentierte.