Andere Umstände
Ich liebe ihn, ich liebe ihn nicht. Ich bekomme das Kind, ich bekomme es nicht. In Andere Umstände von Julia Zejn erscheinen große Fragen plötzlich ganz klein.
Ich liebe ihn, ich liebe ihn nicht. Ich bekomme das Kind, ich bekomme es nicht. In Andere Umstände von Julia Zejn erscheinen große Fragen plötzlich ganz klein.
Zunächst mal war da die pure Einschüchterung angesichts Paulina Stulins 600-Seiten-Variante ihres kleinen Indie-Bravourstücks The Right Here Right Now Thing von 2014 – und der Zweifel. Würde das ichbezogene Erzählprinzip über die ganze Strecke tragen?
In einer Welt, in der Alchemie den Menschen Wunder vollbringen lässt, versuchen zwei Brüder, ihre tote Mutter wiederzubeleben. Es scheitert und beide bezahlen einen hohen Preis: Der Ältere, Edward, verliert „nur“ einen Arm und ein Bein; der Jüngere, Alphonse, verliert dagegen seinen ganzen Körper und existiert fortan noch als Geist in einer Rüstung.
Sex, Jugendliche und Horrorfilme – Charles Burns hat sein Black-Hole-Erfolgsrezept zwar nicht 1:1 kopiert, bleibt mit Daidalos aber ganz dicht am Original.
Es beginnt wie ein gespielter Witz: eine Polizeieinheit fällt ins Frauenfreibad ein, um eine vermeintliche Schlägerei aufzulösen, dabei waren es doch nur ein paar türkische Damen, die laut diskutiert haben. Typisch südeuropäisches Temperament.
Afrikanische Comics haben in Deutschland keinen großen Stellenwert. Die wenigsten Titel, wie etwa Aya von der ivorischen Zeichnerin Marguerite Abouet und dem französischen Autor Clement Oubrerie, schaffen es auf unseren Markt, und auch in der Forschung werden diese erst ganz allmählich wahrgenommen. Mit Lagos – Leben in Suburbia lernen wir nicht nur einen afrikanischen Comic kennen, sondern auch eine der spannendsten Städte der Welt.