Währenddessen … (KW10)
In der Kolumne „Währenddessen …“ zeigt die Comicgate-Redaktion, was sie sich diese Woche sonst noch so zu Gemüte geführt hat.
In der Kolumne „Währenddessen …“ zeigt die Comicgate-Redaktion, was sie sich diese Woche sonst noch so zu Gemüte geführt hat.
Mit der Gesamtausgabe des Sci-Fi-Comics Hans hat der Splitter Verlag eine verschüttete Arbeit des polnischen Zeichners Grzegorz Rosinski aus den 80er Jahren wieder ans Tageslicht befördert. Neben Rosinskis stärker beachteten Werken wie Thorgal, Die große Macht des kleinen Schninkel oder Das verlorene Land stand die Serie doch immer etwas im Schatten.
Auf dieses Comic-Highlight mussten deutschsprachige Leser lange warten. Das Narrenschiff, eines der vielleicht schönsten Comicmärchen überhaupt, liegt jetzt endlich in einer Gesamtausgabe komplett vor. Vor vielen Jahren hatten sich bereits der alte Splitter-Verlag und Kult Editionen an der frankobelgischen Serie versucht, ohne jedoch in ihrer Veröffentlichung über die ersten vier Alben hinaus zu kommen. Der nun vom aktuell agierenden Splitter-Verlag vorgelegte Band beinhaltet ganze acht Originalalben (alle sieben reguläre Ausgaben und einen Sonderband) und gibt den Lesern somit erstmals die Chance, das Werk des französischen Künstlers Turf in seiner Gänze genießen zu dürfen.
Das Spektrum der Neuerscheinungen im vergangenen Monat reichte von Metacomics bis zu Mathecomics. Hier ist unser Überblick über die interessantesten Neuheiten im Comicregal.
Bastien Vivès (In meinen Augen, Der Geschmack von Chlor) hat in den letzten Jahren mit seinen thematisch recht experimentellen Werken für viel Aufsehen in der Comiclandschaft gesorgt. Jetzt hat der Shootingstar des französischen Comics in Zusammenarbeit mit Michaël Sanlaville und Balak (i.e. Yves Bigerel) eine neue Serie gestartet, die erneut ungewöhnliche Wege geht.
Das von ihm grafisch umgesetzte Buch Anita war die erste Publikation des avant-verlags, jetzt legte Stefano Ricci im selbigen sein neuestes Werk Die Geschichte des Bären vor, ein in jeder Hinsicht sperriges Leseobjekt. Bereits der schiere Umfang von gut 430 Seiten erschlägt einen beim ersten Durchblättern; die düstere Grundstimmung in feinen Nuancen aus Schwarz und Grau tut ihr Übriges. Kein Zweifel: Ricci hat jede Menge Arbeit und Herzblut in diesen voluminösen Comic gesteckt, der sich ausschließlich aus ganzflächigen Doppelseiten zusammensetzt.