Währenddessen… (KW 19)
In der Kolumne „Währenddessen …“ zeigt die Comicgate-Redaktion, was sie sich diese Woche so zu Gemüte geführt hat.
In der Kolumne „Währenddessen …“ zeigt die Comicgate-Redaktion, was sie sich diese Woche so zu Gemüte geführt hat.
Die Androiden-Anthologie-Serie bei Splitter ging im Januar 2020 in die fünfte Runde: Mit Synn ist Stéphane Louis ein Highlight der Reihe gelungen.
Nachdem Jeff Lemire und Dustin Nguyen ihre wundervolle SF-Serie Descender über den Roboter Tim-21 und seinen menschlichen Bruder Andy im Juli 2018 nach 32 Heftnummern abgeschlossen hatten, hinterließen sie eine Lücke. Ascender, seit April 2019 bei Image zuhause und nun zu Gast bei Splitter, füllt diese.
Als Dmitry Glukhovsky seinen Roman Metro 2033 russischen Verlagen anbot, kassierte er nur Absagen. Vier Jahre später, 2007, hatte er mehr Erfolg. Seitdem hat er zwei Nachfolger verfasst, es gibt mehrere Computerspiele und weitere literarische Erweiterungen des „Metro-Universums“ durch andere Autor*innen. Und nun auch ein Comic.
Im Brüsseler Justizpalast werden Wandhieroglyphen entdeckt. Ihre Untersuchung in Anwesenheit von Professor Mortimer entfesselt eine mysteriöse Strahlungsenergie, die u.a. alle Elektrizität im Umkreis ausschaltet. Brüssel wird evakuiert und eingezäunt. Jahre später bittet der gealterte Geheimdienstoffizier Blake seinen früheren Partner Mortimer darum, Brüssel und die mysteriöse Strahlung zu erforschen, bevor das internationale Militär die Stadt aus Sicherheitsgründen in die Luft jagt (auch wenn das vermutlich fürchterliche Kettenreaktionen auslösen wird). Daraufhin erkundet Mortimer mit großen Augen eine veränderte Stadt, überwuchert und überflutet, in der riesige Seeschlangen schwimmen und eigenartige Pflanzen wachsen, und in der Zurückgelassene, Aussteiger und Flüchtlinge neue Technologien ohne Elektrizität und neue Möglichkeiten des luziden Träumens ausprobieren. Vielleicht steckt in Mortimers wiederkehrenden Alpträumen von Pyramiden und Katzengöttinnen ja die Lösung, wie Brüssel gerettet werden kann (und vielleicht sogar die Welt)?
Mit der Gesamtausgabe von Enki Bilals Monster-Tetralogie schließt der Carlsen Verlag eine wichtige Lücke im Gesamtwerk Enki Bilals. In Monster brach Bilal erstmals mit den klaren, strukturierten Konturen seiner vorangegangenen Arbeiten zugunsten einer skizzenhafteren Darstellungsweise, was die surreale, unwirkliche Atmosphäre noch vergrößert, die schon in seinen frühen Arbeiten angelegt war. Gleichzeitig fand er hier zu vielen Erzählmotiven, die er in den folgenden Werken oft aufs Neue aufgreifen und variieren würde.