Alle Artikel mit dem Schlagwort: fantastisch (9-10 Punkte)

Sequana

Die Pariser Jahrhundertflut von 1910 bildet das Hintergrundszenario für Léo Henrys und Stéphane Pergers ambitionierten Comic Sequana, der als BD-Dreiteiler zwischen 2007 und 2008 in Frankreich erschien. Auf knapp 150 Seiten entwerfen die beiden in einer komplexen Geschichte und mittels beeindruckender Zeichnungen ein Sittengemälde Frankreichs wenige Jahre vor dem Ausbruch des ersten Weltkriegs. Dass der Comic doch noch in Deutschland erscheint, ist – das sei vorweggenommen – ein Glücksfall.

Dylan Dog 1

Die in Italien sehr populäre und äußerst langlebige Horrorcomicreihe Dylan Dog startet einen neuen Anlauf in Deutschland. Nachdem die Serie von 2001 bis 2002 bei Carlsen und danach sechs Jahre lang bei Schwarzer Klecks in schwarz-weißen Taschenbüchern herauskam, bringt der ursprünglich aus Kroatien stammende Libellus Verlag jetzt eine komplett kolorierte Hardcover-Edition auf den Markt, in der die italienischen Geschichten chronologisch in der Originalreihenfolge veröffentlicht werden.

Das Narrenschiff

Auf dieses Comic-Highlight mussten deutschsprachige Leser lange warten. Das Narrenschiff, eines der vielleicht schönsten Comicmärchen überhaupt, liegt jetzt endlich in einer Gesamtausgabe komplett vor. Vor vielen Jahren hatten sich bereits der alte Splitter-Verlag und Kult Editionen an der frankobelgischen Serie versucht, ohne jedoch in ihrer Veröffentlichung über die ersten vier Alben hinaus zu kommen. Der nun vom aktuell agierenden Splitter-Verlag vorgelegte Band beinhaltet ganze acht Originalalben (alle sieben reguläre Ausgaben und einen Sonderband) und gibt den Lesern somit erstmals die Chance, das Werk des französischen Künstlers Turf in seiner Gänze genießen zu dürfen.

Peter Pan Gesamtausgabe

Im Jahre 1990 begann der französische Künstler Régis Loisel die Arbeit an seinem bislang größten Epos. Gut 14 Jahre später sollte seine Interpretation des Kinderbuch-Klassikers Peter Pan ihren Abschluss finden. Alle sechs Alben wurden jetzt in der Egmont Comic Collection nochmal in einer zweibändigen Gesamtausgabe aufgelegt.

Moby Dick

„Ich heiße Ismael“. – Mit diesen ersten Worten des Erzählers beginnen wohl die meisten Versionen von Hermann Melvilles Erzählung Moby Dick. Angeödet von seiner zivilen Existenz als Lehrer und Angestellter heuert Ismael, der unschwer als idealisierte Version Hermann Melvilles zu erkennen ist, auf dem Walfänger Pequod an. Auf diese Weise will er das zivile Korsett abstreifen und endlich Mensch sein, am äußeren Ende der Welt, auf der Jagd nach dem Stoff, der die Welt der Industrialisierung in ihrem Innersten zusammen hält, dem Walöl. (Hätte man nicht Mitte des 19. Jahrhunderts in Amerika in großem Umfang Erdöl gefunden, der Wal wäre wohl ausgerottet worden, so bedeutend war er als Rohstofflieferant.)

Ekhö – Spiegelwelt 2: Paris Empire

Die Alternativwelt von Ekhö ist etabliert, die Charaktere eingeführt und die Figuren umrissen, so dass es nun wirklich direkt mit einer Story beginnen kann. War der erste Teil zwar schon überzeugend, krankte er höchstens ab und zu daran, dass man erst die neue Welt umreißen musste und der Leser mit den Besonderheiten dieser alternativen Version unserer Erde vertraut gemacht werden musste.