Alle Artikel mit dem Schlagwort: fantastisch (9-10 Punkte)

Das Narrenschiff

Auf dieses Comic-Highlight mussten deutschsprachige Leser lange warten. Das Narrenschiff, eines der vielleicht schönsten Comicmärchen überhaupt, liegt jetzt endlich in einer Gesamtausgabe komplett vor. Vor vielen Jahren hatten sich bereits der alte Splitter-Verlag und Kult Editionen an der frankobelgischen Serie versucht, ohne jedoch in ihrer Veröffentlichung über die ersten vier Alben hinaus zu kommen. Der nun vom aktuell agierenden Splitter-Verlag vorgelegte Band beinhaltet ganze acht Originalalben (alle sieben reguläre Ausgaben und einen Sonderband) und gibt den Lesern somit erstmals die Chance, das Werk des französischen Künstlers Turf in seiner Gänze genießen zu dürfen.

Peter Pan Gesamtausgabe

Im Jahre 1990 begann der französische Künstler Régis Loisel die Arbeit an seinem bislang größten Epos. Gut 14 Jahre später sollte seine Interpretation des Kinderbuch-Klassikers Peter Pan ihren Abschluss finden. Alle sechs Alben wurden jetzt in der Egmont Comic Collection nochmal in einer zweibändigen Gesamtausgabe aufgelegt.

Moby Dick

„Ich heiße Ismael“. – Mit diesen ersten Worten des Erzählers beginnen wohl die meisten Versionen von Hermann Melvilles Erzählung Moby Dick. Angeödet von seiner zivilen Existenz als Lehrer und Angestellter heuert Ismael, der unschwer als idealisierte Version Hermann Melvilles zu erkennen ist, auf dem Walfänger Pequod an. Auf diese Weise will er das zivile Korsett abstreifen und endlich Mensch sein, am äußeren Ende der Welt, auf der Jagd nach dem Stoff, der die Welt der Industrialisierung in ihrem Innersten zusammen hält, dem Walöl. (Hätte man nicht Mitte des 19. Jahrhunderts in Amerika in großem Umfang Erdöl gefunden, der Wal wäre wohl ausgerottet worden, so bedeutend war er als Rohstofflieferant.)

Ekhö – Spiegelwelt 2: Paris Empire

Die Alternativwelt von Ekhö ist etabliert, die Charaktere eingeführt und die Figuren umrissen, so dass es nun wirklich direkt mit einer Story beginnen kann. War der erste Teil zwar schon überzeugend, krankte er höchstens ab und zu daran, dass man erst die neue Welt umreißen musste und der Leser mit den Besonderheiten dieser alternativen Version unserer Erde vertraut gemacht werden musste.