Autor: Benjamin Vogt

Das Handbuch der Hoffnung

Es wäre ja mal ganz interessant zu erfahren, wie der Titel Das Handbuch der Hoffnung zustande kam. Angesichts des verschrobenen Inhaltes von Tommi Musturis neuem Werk bleiben diesbezüglich doch so einige Fragen offen. Aber vielleicht lässt man die Entstehung des nebulösen Titels doch besser im Dunkeln, schwingt bei ihm doch eben jene süffisante Ironie und Rätselhaftigkeit mit, die für das Buch charakteristisch ist.

Gigantomachie

Das Wort „Gigantomachie“ bezeichnet normalerweise die Gigantenschlacht der griechischen Götter. Kentarō Miura, der dieses für den Titel seines Mangas heranzog, ist vor allen Dingen für sein Langzeitprojekt, die Fantasy-Saga Berserk, bekannt. Jetzt legte der japanische Künstler einen nicht minder fantasievollen Einzelband vor. Ein in mehrfacher Hinsicht verstörendes Werk …

Outcast 1 – Im Reich der Finsternis

Dass eine neue Image-Serie von Autor Robert Kirkman nach dessem riesigen Erfolg mit The Walking Dead für Aufsehen sorgen wird, war abzusehen. Dennoch ist es überraschend, dass sich Cinemax/HBO noch vor Erscheinen einer einzigen Ausgabe von Outcast die Rechte für eine TV-Adaption gesichert hat. Nachdem ich den ersten Comicband gelesen habe, bin ich allerdings der Meinung, dass sich diese frühe Entscheidung für den US-Sender durchaus bezahlt machen könnte. Denn Kirkmans neuester Streich ist nicht nur für sich genommen ein vorzüglicher Comic, sondern bietet sich auch durchaus für eine Aufbereitung in bewegter Form an. Fernsehserien mit klassischen Horrorthemen gibt es ja nicht gerade viele, sieht man mal vom toll inszenierten, aber eher schrägen American Horror Story ab. Hier könnte Outcast mit seinem fein gewobenen Grusel und starken Figuren eine bislang vakante Position unter den anspruchsvollen Dramaserien besetzen.

Schisslaweng 1 – Schissla … was?

Wer mit dieser Publikation das erste Mal in Kontakt gerät mit dem Comic von Marvin Clifford, der dürfte sich tatsächlich, genau wie die Dame auf dem Cover, fragen: „Schissla … was?“ Der Titel mag bayerisch klingen, ist allerdings der Berliner Mundart entlehnt und bedeutet laut Duden so viel wie „mit Schwung“ oder „mit einem besonderen Kniff“. Und zumindest eine schwunghafte Strichführung kann man Cliffords Arbeit ja sicherlich unterstellen.