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Grün 1

Es ist eine seltsame Welt, in die wir hier geworfen werden: Es gibt dort Menschen und menschenähnliche Wesen, aber auch solche, die „Flachfische“, „Stabharpyen“ oder „Stelzenfischer“ heißen, dazu noch riesenhafte Transportwesen auf stelzenhaften Beinen, die sich wie große Schiffe durch eine Wüstenlandschaft bewegen. Haan heißt dieser Planet, ein ehemals florierendes Handelszentrum, inzwischen aber restlos ausgebeutet und kaum noch bewohnbar. Die ehemalige Hightech-Welt hat sich nach einem Krieg in ein post-technologisches Zeitalter zurückentwickelt. Und die wenigen verbliebenen Bewohner werden obendrein bedroht von einer sich rasch ausbreitenden Seuche, wild wuchernden Algen, die alle Pflanzen befallen. Das matschig-dunkle Grün dieser Wucherungen gibt dem Comic seinen Namen.

Don’t touch it!

Die Zeit ist dafür wohl reif. Auch die Horror-Buffs der 80er- und 90er-Jahre werden langsam alt und schwelgen immer mehr in Nostalgie und Kindheitserinnerungen. Vor zwei Jahren waren es Christopher Tauber und Ingo Römling, die uns ihre Gefühle fürs VHS-Jahrzehnt mit Survivor-Girl im stilechten Videokassetten-Design offenbarten, dieses Jahr legt Timo Grubing mit Don’t touch it! eine unheimliche Horrorerzählung nach, wiederum herausgegeben von Christopher Tauber, wie Survivor Girl ebenfalls im Zwerchfell-Verlag.

Eine Schwester

Der 13-jährige Antoine verbringt die Sommerferien mit seinen Eltern und seinem kleinen Bruder in der Bretagne. Die Familie nimmt eine Freundin der Mutter dazu, die gerade eine Fehlgeburt hinter sich hat. Sie kommt mit ihrer 16-jährigen Tochter Hélène. Die offensichtlich gelangweilte Hélène trinkt, raucht, spottet und schäkert und lockt Antonio gnadenlos aus der Reserve und seinem noch recht kindlichen Ferientrott. Nach und nach stolpern die beiden auf erotische Experimente zu, und daraus entwickelt sich… Wasauchimmer.