Autor: Benjamin Vogt

Am liebsten mag ich Monster

Manchmal ist die Entstehungsgeschichte eines Comics fast erstaunlicher und spannender als dessen Inhalt. Für Emil Ferris‘ Monumentalwerk Am liebsten mag ich Monster trifft dies in jedem Fall zu. Es ist das Comicdebüt der 56-jährigen Künstlerin, erschaffen in einer Periode von gut zehn Jahren, konsequent vorangetrieben trotz zeitweiliger Obdachlosigkeit und krankheitsbedingter Lähmung. Nachdem das erste über 400 Seiten starke Buch endlich veröffentlicht werden konnte, wurde es prompt mit u.a. drei Eisner-Awards bedacht. Diese Umstände machen Am liebsten mag ich Monster zu einem noch größeren Phänomen, als es auf Basis der Lektüre ohnehin schon ist.

Frisch aus der Druckerei: Mai 2018

Im Mai und Juni ist traditionell viel geboten in Sachen Neuerscheinungen, vor allem rund um den Erlanger Comic-Salon legen sich Verlage jeder Größe besonders ins Zeug. Ein Teil der dort vorgestellten Novitäten ist in diesem (leicht verspäteteten) Mai-Überblick vertreten. Viele davon kamen aber erst im Juni regulär in den Handel und werden dann in der kommenden Folge der Kolumne behandelt.