Alle Artikel mit dem Schlagwort: Panini

Sandman: Ouvertüre 1

Als vor über 25 Jahren die ersten Sandman-Episoden bei DC erschienen, war nicht absehbar, wie sensationell erfolgreich und einflussreich die Serie werden würde. Zu obskur schien die Grundprämisse und zu unerfahren der junge Autor Neil Gaiman, als dass man mehr als eine kurzlebige Miniserie hätte erwarten  können. Wie man weiß, geschah das Unwahrscheinliche: Die Serie wurde zu einer wichtigen Wegmarke des amerikanischen Autorencomics und einem deutlichen Signal dafür, dass Anspruch und Mainstream sich nicht gegenseitig ausschließen.

Manara Werkausgabe 15: Borgia

Manara zeichnet X-Men, Manara zeichnet Marvel-Cover, Manara zeichnet exklusiv eine Sandman-Episode für Neil Gaiman – irgendwie wird man den Eindruck nicht los, dass Milo Manara in den letzten Jahren gerne vom Mainstream vereinnahmt wird und zu einer Art Vorzeigekünstler für seichte Soft-Erotik mutiert bzw. – im Fall von Gaiman – zum europäischen Ästheten par excellence stilisiert wird, idealisiertes Europabild inklusive. Dabei ist bei Manara die Ästhetik stets nur Beiwerk, ist er doch in erster Linie ein rüder Pornograph, dem das üble Machwerk Click viel näher ist als das dünne X-Men-Büchlein mit dem Titel Frauen auf der Flucht – kaum auszudenken, was Manara mit den X-Girls wohl angestellt hätte, hätte Chris Claremont nicht sein waches Auge  auf die Finger seines Wunschzeichners für hübsche junge Frauen gerichtet.

Schwestern

Nach Werken von Sarah Glidden und Schlogger erschien bei Panini nun ein weiterer Hardcover-Autorencomic, der mehr oder weniger weiblich geprägte, authentische Alltagsepisoden erzählt. Wer Daniela Schreiters Schattenspringer mochte, dem werde auch Schwestern gefallen, wirbt der Verlag zum Schluss des Buches und hat damit sicher Recht. Zeichnerisch verbindet beide Comics einiges, aber inhaltlich gibt es doch starke Unterschiede.

The Wake

Meeresbiologin Dr. Lee Archer wird als Beraterin auf eine Unterwasserstation gelockt. Dort befindet sich bereits ein Expertenteam, dessen Aufgabe es ist, eine einmalige Entdeckung zu erforschen. Tatsächlich ist der auftraggebenden Bohrfirma zufälligerweise ein bislang unbekanntes, intelligentes Fischwesen ins Netz gegangen. Doch schnell stellt sich die Frage, ob es nicht die Menschen sind, die tief unter dem Meeresspiegel in der Falle sitzen.

Ms. Marvel 1

Geht eine neue Superheldenserie an den Start, wird dies äußerst selten von Mainstream-Medien begleitet. Im Fall von Ms. Marvel überschlugen sich diese jedoch schon lange vor Serienstart mit Meldungen darüber, dass die Titelfigur in diesem Fall eine muslimische Superheldin sein würde. Fast war man ob des Rummels versucht zu glauben, die neue Ms. Marvel sei der erste muslimische Zuwachs für die Superheldenriege amerikanischer Comicgroßverlage.