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Das Fleisch der Vielen

Zum Einstieg gleich die Gretchenfrage: Wie hast du’s mit der Adaption? Zweitklassig nur, da nacherzählt von bess’rer Originalversion? Oder weckt es gerade dein Interesse, zu sehn, mit welcher Raffinesse ein Künstler sich zu eigen macht, was sich ein anderer ausgedacht? Liest du das alte Werk zuerst, Damit den Kontext du erfährst? Oder stürzt du dich ins Neue Und scherst dich nicht um Werkestreue? Ich weiß es auch nicht, ehrlich – ich hab’s mal so, mal so. Mal macht mich nur der Ursprungstext, mal nur das neu Entstandene froh.

Conan, der Cimmerier 1 und 2

Wenn man sich der Figur Conan auf respektvolle Weise annähern möchte, gibt es zwei Möglichkeiten. Die erste besteht darin, die Geschichten von Robert E. Howard zu adaptieren. Die zweite Herangehensweise ist, Robert E. Howard ebenfalls zu adaptieren, darüber hinaus aber die vielen biografischen Lücken des Barbaren zu ergänzen – möglichst im Sinne Howards – und so eine große epische Erzählung entstehen zu lassen. Der zweite Ansatz ist umstritten, tatsächlich jedoch die meiste Zeit Usus gewesen. Nimmt man ein altes Conan-Taschenbuch des Heyne-Verlags zur Hand, so bekommt man vor jeder Geschichte, die im Regelfall 20 bis 60 Seiten umfasst, eine kleine biografische Einordnung des Geschehens, so dass man bald lückenlos darüber aufgeklärt ist, in welchem Alter sich Conan an welchen Orten befand. Auf diese Weise konnten Epigonen wie Lin Carter und L. Sprague de Camp mühelos an entsprechenden Bausteinen des Epos andocken und die Erzählung nach Lust und Laune weiterspinnen.