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Links der Woche 16/15: Kleben und kleben lassen

Diese Woche erfahren wir etwas über selbstgemachte Comics, verabschieden einen langjährigen Hulk-Zeichner, lernen, wie der „Spirit“ als Zeichentrickfilm ausgesehen hätte – und warum man Tentakeln lieber nicht rosa einfärbt.

Das erste Indie Stickeralbum für Comicmessen
Startnext, Eve Jay
Das neueste Projekt der umtriebigen Initiative „Comic Solidarity“ ist ein Stickeralbum, das unabhängig von bestimmten Veranstaltungen genutzt werden kann. Kleb mich! dient als Sammelalbum für Sticker und gleichzeitig als Signierbuch. Für Beiträge zwischen 59 und 129 Euro können Künstler einen Platz für ihre Selbstpräsentation inklusive Sticker buchen. Zusätzlich werden Sponsoren gesucht, die Anzeigenplätze in dem Heft kaufen. Die Finanzierung läuft über die Crowdfunding-Plattform Startnext und endet 11. Mai.

Die faszinierende Welt der Minicomics
intellectures, Thomas Hummitzsch
Anlässlich der Comicinvasion Berlin, die an diesem Wochenende stattfindet, stellt Thomas Hummitzsch die blühende Szene der Minicomics vor.

Nachgefragt: Wie ergeben sich die Preise von Manga-Eigenproduktionen?
AnimeY, fallenshadow
Im Prinzip eng verwandt mit den oben beschriebenen Minicomics, mindestens genauso blühend, aber doch ein wenig anders, ist die Szene der Doujinshi, die in diesem Beitrag als „verlagslose Manga-Eigenproduktionen“ bezeichnet werden. Eine kleine Umfrage unter Zeichnerinnen und Zeichnern ergründet, wie die Verkaufspreise der selbstverlegten Manga, die überwiegend auf Conventions verkauft werden, zustande kommen.

Lebensfenster
Flausen, Ulf Salzmann
Das Kurt-Schalker-Kommitee hat aus seiner acht Webcomics umfassenden Longlist nun eine Shortlist gemacht: Vier Comicblogs sind damit für den „Lebensfenster“-Preis nominiert, der beim Comicfestival München zum fünften mal vergeben wird.

Herb Trimpe: 1939-2015
The Comics Journal, Steven Ringgenberg
Vergangenen Montag verstarb im Alter von 75 Jahren Herb Trimpe, einer der Veteranen der Comicindustrie. Trimpe arbeitete viele Jahre als fest angestellter Zeichner bei Marvel Comics, zwischen 1968 und 1975 zeichnete er über 80 Ausgaben von The Incredible Hulk. In einem dieser Hefte tauchte erstmals eine Figur namens Wolverine auf, Trimpe war also der Erste, der Wolverine gezeichnet hat. Nach 29 Jahren bei Marvel musste er den Verlag nach dessen Bankrott im Jahr 1996 verlassen und schrieb später für die New York Times einen Artikel über diese Erfahrung.

Advice for aspiring comics artists 14-18
Home Is Where The Internet Is, Natalie Nourigat
Comiczeichnerin Natalie Nourigat aus Portland hat an ihrer ehemaligen High School einen Vortrag gehalten und fasst in diesem Blogpost ihre Ratschläge an junge Nachwuchszeichner zusammen.

Scott Snyder reveals why you should never color tentacles pink
The Beat, Heidi McDonald
Scott Snyder erzählt eine hübsche Anekdote.

Brad Bird’s „The Spirit „ 1980 pencil-test „trailer“
YouTube, Steven Paul Leiva
Als 2008 die verunglückte Spirit-Verfilmung von Frank Miller ins Kino kam, erzählte der Drehbuchautor Steven Paul Leiva in der Los Angeles Times von einem Filmprojekt aus den 1980er Jahren: Damals gab es Pläne, Will Eisners legendären Comichelden in einem Zeichentrickfilm aufleben zu lassen. Beteiligt waren junge Nachwuchsleute wie Brad Bird oder John Lasseter, die heute zu den großen Namen im Animationsfilm zählen. Daraus wurde nichts, aber es entstanden einige Testszenen. Diese hat Leiva nun auf alten VHS-Tapes ausgegraben und auf YouTube gestellt: