Alle Artikel mit dem Schlagwort: Fantasy

Die Legende des Kristallschwerts 1 – Die schwarze Zorya

Schon Anfang der Neunziger Jahre erschien die Serie Das Kristallschwert von Jack Goupil  und Didier Crisse auf Deutsch im Alpha Comic Verlag, 2002 gab es dann eine Neuauflage bei Carlsen. Fünf Abenteuer lang begab sich die Heldin Zorya auf die Suche nach den fünf Meistern der Sinne. Zwar war die Story nicht gerade innovativ, belohnte aber den Fantasy-Fan mit den Zutaten, die so ein Genremahl recht schmackhaft machen.

Elfquest 1 & 2

„We are stardust“ sang Joni Mitchell 1969, „and we’ve got to get ourselves back to the garden“. Man kann diesen Text durchaus programmatisch für die Serie Elfquest sehen, selbst wenn Wendy und Richard Pini keine Hippies waren. Aber Elfquest entstand nur knapp 10 Jahre nach dem Woodstock-Festival, eine Sozialisation im Amerika der bewegten 1960er Jahren hat demnach nachweislich stattgefunden und der Geist von ’69 lag immer noch in der Luft. Dazu passt, dass Elfquest eine Independent-Produktion war und somit in Opposition zu den etablierten amerikanischen Comicriesen DC und Marvel stand – die damals freilich bei weitem noch nicht so riesig waren wie heutzutage.

Die Schöne und das Biest

Die Schöne und das Biest? Da mögen die meisten nur an den gleichnamigen Disney-Film von 1991 denken, der die für den Mäusekonzern übliche Mixtur aus Märchenmotiven, Musik, Witz und romantischem Kitsch beinhaltet. Dabei ist die Story um die junge Frau, die einem Biest als Opfer dargebracht wird und sich in ihn verliebt, da sie hinter sein Äußeres sehen kann, wesentlich älter. So gab es schon 1946 eine französische Verfilmung mit Jean Marais und Josette Day. Diese war sehr viel düsterer als die amerikanische Version und beinhaltete auch einen mehr als leichten Touch Gothic Horror, rührte aber die zentrale Aussage nicht an. Beide Filme basieren auf dem französischen Märchen La Belle et la Bête, welches um 1740 niedergeschrieben worden war. Dieses wiederum soll auf einer wahren Gegebenheit beruhen. Pedro Gonzalez (1537-1618) war am ganzen Körper behaart und galt demnach als eine Art Monster. Er wurde zwangsverheiratet, führte aber eine glückliche Ehe, da seine Frau seinen Charakter und sein Wesen zu schätzen wusste und die Person an sich liebte, nicht die äußere Gestalt.

Oink – Himmels Schlachter

In einer dystopischen Zukunft leben und arbeiten künstlich herangezüchtete Mensch-Schwein-Hybriden in morbiden Fabrikhallen, um für das herrschende Regime Nahrung zu produzieren. Als Sklaven müssen sie unter strenger Aufsicht Schweine reproduzieren, töten und verarbeiten. Die Fabriken sind Tötungslager, in denen die Hybriden keine Fragen stellen dürfen und von der Außenwelt abgeschottet leben. Draußen, so heißt es, existiere ein Ort namens „Himmel“. Doch betreten dürfen diese nur ihre Herren.

Troja 1 – Das Volk des Meeres

Man könnte versucht sein anzunehmen, dass die neue Serie Troja ein Historiencomic ist, der den trojanischen Krieg behandelt. Also ein Comic, der sich an historische Fakten hält und in diese seine fiktionalen Elemente einbettet, oder eben nur ein historisches Ambiente als Hintergrund für eine komplett fiktive Geschichte nutzt. Da allerdings begibt man sich schon aufs geschichtliche Glatteis, denn abgesehen von der Ilias des Homer gibt es kaum schriftliche Quellen über den trojanischen Krieg und als Faktengrundlage ist das Werk von Homer auch mit Vorsicht zu genießen. Schließlich spielen in der antiken Erzählung auch die Götter höchstselbst ihre Rollen, Homer hat also die Gattung des historischen Berichts verlassen und die Ebene des Romans betreten.

Orakel 1&2

Die neue Serie Orakel basiert auf einem ähnlichen Konzept wie die ebenfalls von Jean-Luc Istin entworfene Reihe Elfen. Dabei fungiert er oft nur als Ideengeber und lässt zu einem vorgegebenen Thema abgeschlossene Geschichten von unterschiedlichen Kreativteams erzählen. Auch bei Orakel stammt das Konzept von Istin und die einzelnen Alben von verschiedenen  Autoren und Zeichnern. Doch es gibt einen zentralen Unterschied: Bei Elfen ist das märchenhafte Wesen das verbindende Element, in jedem Abenteuer wird eine andere Art von Elfen näher porträtiert. Bei Orakel allerdings dreht sich die ganze Serie um ein gemeinsames Kernthema, wobei auch hier die einzelnen Geschichten unabhängig voneinander und jeweils inhaltlich abgeschlossen sind.