Alle Artikel mit dem Schlagwort: Comic-Salon Erlangen

„Der mit den Zelten“: Das Messe-ABC zum Comic-Salon 2018

Der 18. Internationale Comic-Salon Erlangen ist Geschichte, und er wird vermutlich noch lange als „der mit den Zelten“ in Erinnerung bleiben, denn diesmal war vieles anders. Man rückte vom Kongresszentrum, das gerade saniert wird, mitten ins Zentrum der Altstadt, wo eigens Zelte aufgebaut wurden. Drumherum öffneten Erlangens Institutionen wie Theater, die Uni, die Stadtbibliothek oder Museen ihre Pforten für diverse Programmpunkte des Salons. Wir lassen die vier Tage noch einmal Revue passieren, wie gewohnt in Form eines Alphabets, in dem wir unsere ganz subjektiven Eindrücke vom Festival wiedergeben. Hier sind die Erinnerungen, Beobachtungen und Anekdoten der anwesenden Comicgate-Autoren:

Erlangen-Tagebuch 2018, Tag 1

Willkommen im Comic-Salon-Zeltlager. Das Wetter spielt mit und liefert besten Sonnenschein, der minimal über Komforttemperatur liegt. Da die sonst verwendete Heinrich-Lades-Halle nicht zur Verfügung steht, sind die Verlage, Zeichner und Händler dieses Mal in drei großen Zelten untergebracht. Auch sonst fühlt sich dieses Erlangen irgendwie anders an. In Summe kann man wohl sagen …. noch besser als sonst.

„Ich finde nicht, dass wir an der Art und Weise, wie die Max-und-Moritz-Jury gebildet wird, etwas ändern müssen“: Bodo Birk im Gespräch

Von Donnerstag, 31. Mai, bis Sonntag, 3. Juni 2018 findet zum 18. Mal der Internationale Comic-Salon Erlangen statt. Wie bereits 2012 und 2016 hat sich Festivalleiter Bodo Birk den Fragen von Comicgate-Autor Marc-Oliver Frisch gestellt. Thema des Gesprächs waren unter anderem die Jury des Max-und-Moritz-Preises, die Konkurrenz durch die in den letzten Jahren entstandenen Comic-Cons im deutschsprachigen Raum und die Komplikationen, die sich 2018 aus der Sperrung der Erlanger Kongresshalle ergeben. MARC-OLIVER FRISCH: Dass der Comic-Salon 2018 in Zelthallen stattfindet, hat bei den Ausstellern teilweise zu Sorgen über die räumliche Aufteilung geführt: Kleinere Aussteller befürchten Einbußen, wenn sie abseits der Großverlage platziert werden. Wie gehen Sie damit um? BODO BIRK: Wir nehmen diese Sorge natürlich ernst. Es ist in diesem Jahr aber leider nun einmal so, dass wir ohne Kongresszentrum auskommen müssen. Und einen Platz in der Innenstadt, der groß genug wäre, die gesamte Messe in einer Zelthalle unterzubringen, gibt es in Erlangen leider nicht. Aber selbst innerhalb des Kongresszentrums wurde ja immer wieder von besseren und schlechteren Bereichen gesprochen. Eigentlich unglaublich bei der Übersichtlichkeit …

„Heutzutage wirken Horrorfilme doch eher wie ein safe place“ – Interview mit Jörg Buttgereit

Jörg Buttgereit ist Deutschlands Monsterexperte Nummer Eins. Er ist der Verfasser von mindestens zwei Büchern über japanische Filmmonster, für den Film Kondom des Grauens hat er viel Geld in die Hand bekommen, um die Monstereffekte zu basteln, und für eine Arte-Reportage ist er auch schon durch die Welt gereist und hat alle wichtigen Monsterbauer der Filmgeschichte besucht. Überhaupt ist er ein gefragter Mann. In mehreren Filmzeitschriften, darunter epd-Film und Deadline, hat er Kolumnen oder ist Redaktionsmitglied, er schreibt fürs Theater, macht Hörspiele – und inzwischen verfasst er auch die Captain Berlin-Comics für den Weissblech-Verlag. Überall schätzt man sein umfassendes Wissen über Filme und seine Underground-Credibility.