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Links der Woche 39/16: Culture Clash mit Wiesn-Enten

Diese Woche gehen wir aufs Münchner Oktoberfest, schauen in Hamburg und Berlin vorbei, blicken kurz nostalgisch nach Belgien und Italien und begeben uns dann in die amerikanische Gegenwart.

Auf Konfrontationskurs
Deutschlandfunk Corso, Anja Buchmann
Ein Radio-Interview mit Moga Mobo-Mitherausgeber Titus Ackermann über den frisch erschienenen Anthologieband Comic Culture Clash, in dem sich 20 Comiczeichner-Duos mit jeweils einem Konflikt beschäftigen und diesen in einer Kurzgeschichte umsetzen. (MP3, 8 Minuten)

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© Disney/Ehapa

Bertl und Bartl
Süddeutsche Zeitung, Roman Deininger
Die SZ prüft die passend zum Oktoberfest erschienene Dialektausgabe des Lustigen Taschenbuchs und zeigt sich mit der Übersetzung von Wolfgang J. Fuchs in bairische Mundart recht zufrieden. Ebenfalls empfohlen werden die bajuwarisierten Ausgaben von Asterix und den Simpsons. „Zur Vorbereitung auf den Wiesn-Besuch kann man die Oktowafesd-Ducks aber getrost lesen. Man wird auf der Theresienwiese nicht so viele Leute Bairisch reden hören wie in der wunderbaren Welt des Comics.“

Als Tim und Struppi eine eigene Zeitschrift bekamen
Der Tagesspiegel, Ralph Trommer
Vor 70 Jahren, am 26. September 1946, erschien in Belgien die erste Ausgabe des Journal de Tintin, ein Jugendmagazin mit Comics und anderen Beiträgen, dessen Flaggschiff natürlich die namensgebenden Tim und Struppi-Geschichten von Hergé waren. Das Heft wurde zwar 1993 eingestellt, gehört aber zu den wichtigen Grundpfeilern der frankobelgischen Comicgeschichte. Beim Comic-Report kann man sich einen guten Eindruck von dem Heft verschaffen, dort wird die Erstausgabe in einem kurzen Video komplett durchgeblättert:

Berlin bekommt seine erste Comic Con
Der Tagesspiegel, Lars von Törne
Die „German Comic Con“, die 2015 in Dortmund als erste deutsche Convention nach amerikanischem Vorbild stattfand, expandiert in mehrere Städte, unter anderem nach Berlin, wo sie Mitte Oktober erstmals stattfinden wird. Dieser Artikel stellt die Macher der Veranstaltung vor, erklärt, was sie von „klassischen“ Comicfestivals unterscheidet, und lässt auch Verlagsvertreter sowie den Comiczeichner Ingo Römling zu Wort kommen.

Warten auf französische Verhältnisse
Zeit Online, Jan Freitag
Heute geht die zehnte Ausgabe des Comicfestival Hamburg zuende. Dieser Vorbericht der Zeit kündigt das Festival an, indem es einen der dort vertretenen Künstler porträtiert, nämlich Fabian Stoltz, der für seinen mit viel Lokalkolorit ausgestatteten „Kiez-Comic“ Grosse Freiheit auf Verlagssuche ist.

WS 2016/17
Berliner Comic-Kolloquium
Seit vier Jahren veranstaltet das Comic-Kolloquium Vortragsreihen zur Comicforschung an der Berliner Humboldt-Uni. Das Programm fürs Wintersemester steht nun, immer Mittwochs um 18 Uhr sind Interessierte eingeladen. Auf der Agenda stehen u.a. Vorträge über das Essen im Manga, Blickbewegungen beim Comiclesen und den League of Extraordinary Gentlemen-Spezialband Black Dossier.

Sex und Horror: Die schillernde Welt der italienischen Horror-Comics aus den 70ern
kino.de, Tobias Heidemann
Reich bebildert ist dieser „erstaunte Blick in die vergessene Asservatenkammer des erotischen Schreckens“, der sich dem italienischen Comic-Subgenre der „Fumetti Sexy“ widmet, die in den 1970er Jahren mit ihrer Mischung aus Horror und Erotik Geschmacks- und Zensurgrenzen ausloteten. [NSFW]

A Peek Inside the Essential ‚Cartoonists Of Color‘ Database
The Creators Project, Mike Steyels
In der US-Comicindustrie arbeiten nach wie vor überwiegend weiße Männer, obwohl die Leserschaft zunehmend diverser wird. Die Comiczeichnerin MariNaomi, deren Mutter aus Japan stammt, schrieb 2014 einen Artikel darüber, wie man als Autor am besten Figuren schreibt, die einer anderen Ethnie als der eigenen angehören. Bei der Recherche suchte sie nach nicht-weißen ComiczeichnerInnen und daraus entstand schließlich die von ihr weiterhin gepflegte Cartoonists of Color Database. The Creators Project sprach mit MariNaomi über dieses Projekt.

Stronger Together
Slate, James Sturm
„A Comic Strip about 2016“ lautet der Untertitel von Off Season, einer Reihe von Comicepisoden, die in der absoluten Gegenwart spielen und beim Magazin Slate als Webcomic vorveröffentlicht werden. Sie stammen von James Sturm, der u.a. als Leiter des Center for Cartoon Studies und durch seine Graphic Novel Markttag bekannt ist. Die erste Folge ging diese Woche online und dreht sich um den Präsidentschaftswahlkampf aus der Sicht eines einfachen Arbeiters in New England.

Touch Sensitive by Chris Ware
iTunes, Sudden Oak
2011 steuerte Chris Ware für eine App des Literaturmagazins McSweeney’s einen Comic bei, für den die Leser die spezifischen Möglichkeiten eines Tablet-Computers nutzen konnten (hier eine Rezension im Comics Journal). Die App ist schon länger nicht mehr erhältlich, nun aber gibt es den Comic separat als kostenlosen Download fürs iPad.

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