Monate: April 2015

V-Wars 1 – Die blutrote Königin

Da sind sie also wieder: Vampire. Medial einfach nicht totzukriegen. Und damit mindestens so hip wie die allseits geliebten Zombies. Jonathan Maberry, Autor einer ganzen Reihe von Horror-Romanen (und einiger Marvel-Comics), ruft mit der IDW-Serie V-Wars nun den Vampirkrieg aus. Wobei es den Krieg gegen diese Wesen in Film und Literatur stets gegeben hat. Doch meist passierte das in aller Stille, im Schatten von ein paar Einzelgängern durchgeführt, während der Rest der Menschheit die Existenz von Vampiren eher im Reich der Legenden verortet hat. In Maberrys Comic wird der Konflikt hingegen ganz offen ausgetragen. Zwangsläufig, denn wenn Familienmitglieder, Kollegen oder Nachbarn sich jederzeit in Vampire verwandeln können, dann steht man schließlich vor einem gesellschaftlichen Problem, das eine gelegentliche Monsterjagd nicht zu lösen imstande ist.

U-Comix 189

Das 1969 im Geist der 68er-Gegenkultur von Raymond Martin gegründete Magazin U-Comix machte sich um die Comickultur verdient, indem es deutschen Lesern amerikanische Undergroundcomix und neue, innovative Erwachsenencomics aus Frankreich zugänglich machte. Ab 1980 erschien das Heft regelmäßig, zunächst im Volksverlag, später im Alpha Comic Verlag und brachte es zu hohen Auflagen und etlichen Konflikten mit dem Jugendschutz. Ab Mitte der 1980er Jahre diente das Heft auch zunehmend als Plattform für deutschsprachige Künstler, ehe es 1997 eingestellt wurde. 16 Jahre später brachte Herausgeber Steff Murschetz das Heft zurück: das neue U-Comix, von dem inzwischen acht Ausgaben vorliegen, enthält kaum ausländische Lizenzcomics, sondern besteht überwiegend aus Beiträgen einheimischer Zeichner. In einer Dialog-Rezension nehmen Stefan Svik und Thomas Kögel das aktuelle Heft unter die Lupe.

Das siebte Kreuz

Das siebte Kreuz: Sieben Kreuze stehen bereit für sieben KZ-Häftlinge, die sich auf der Flucht befinden. Sieben Kreuze, an denen sie gemartert und hingerichtet werden sollen. Einer nach dem anderen werden die Fliehenden wieder eingefangen, nur dem Helden der Erzählung, dem Kommunisten Georg Heisler, wird am Ende die Flucht gelingen.

Weißer Schatten

Man sollte sich vom Cover mit der gehörnten Kreatur nicht täuschen lassen: Der abgeschlossene Doppelband Weißer Schatten von den französischen Kreativen Antoine Ozanam (Burn Out) und Antoine Carrion lässt sich nicht dem klassischen Fantasygenre zuordnen, welches sich aus Drachen, Orks oder sonstigem übersinnlichen Firlefanz speist. Der Comic ist vielmehr vergleichbar mit einem Ränkespiel a la Game of Thrones. Zuweilen erinnert er sogar frappierend an George R. R. Martins Schöpfung.