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Links der Woche 39/15: Mehr als Kostüme

Eindrücke von der Connichi in Kassel, Tim und Struppi als Oper, Anerkennung für Bill Finger. Diese und andere Themen gibt’s in unserer wilden Link-Mischung aus der vergangenen Woche.

So schön und schrill war die Connichi 2015
HNA
Vergangenes Wochenende fand wieder die Connichi statt, die traditionsreiche und große Manga- und Anime-Convention in Kassel. Die Nicht-Fachpresse (wie die hier verlinkte Lokalzeitung HNA) konzentriert sich in der Berichterstattung natürlich vor allem auf die dort zahlreich anwesenden Cosplayer, die immer für schöne Bilder gut sind. Etwas mehr über die Inhalte der Veranstaltung gibt es z.B. bei animePRO zu lesen.

Connichi 2015 TOKYOPOP | Der deutsche Markt und zukünftige Projekte
YouTube, animando
Der YouTube-Kanal animando hat die Connichi unter anderem dazu genutzt, ein gut halbstündiges Interview mit Tokyopop-Chef Joachim Kaps zu führen, dessen Verlag zu den Sponsoren der Convention gehört. Der Schwerpunkt des Interviews ist Tokyopops Arbeit mit einheimischen ZeichnerInnen.

Inszenierung in Belgien: Tim und Struppi kommen auf die Opernbühne
Spiegel Online, mxw/AFP
In einem Schlosspark bei Brüssel wurde in den letzten Tagen eine Oper aufgeführt, die auf dem Tintin-Album „Die Juwelen der Sängerin“ basiert. Darin steht die Opernsängerin Bianca Castafiore im Mittelpunkt, eine Adaption als Oper ist also gar nicht so abwegig, wie man zunächst denken könnte. Bei Reuters gibt es ein Video  mit kurzen Ausschnitten und Statements des Regisseurs:

© Ali Fitzgerald

© Ali Fitzgerald

Syrian refugees draw their lives for me every day. This comic shows what they taught me.
Vox, Ali Fitzgerald
Die in Berlin lebende Künstlerin Ali Fitzgerald macht regelmäßig Comic- und Zeichen-Workshops mit Kindern in Flüchtlingsheimen. In einem Comic für Vox beschreibt sie die Eindrücke, die sie aus den Zeichnungen der Kinder bekommt.

DC Entertainment To Give Classic Batman Writer Credit in ‚Gotham‘ and ‚Batman v Superman‘ (Exclusive)
The Hollywood Reporter, Graeme McMillan
Nach langem, zähem Ringen und diversen Online-Kampagnen hat die Familie von Bill Finger (1914-1974) eine Einigung mit DC Entertainment erzielt. Autor Finger hatte entscheidenden Anteil an der Erschaffung von Batman vor 75 Jahren, doch sein Zeichner-Kollege Bob Kane sorgte dafür, dass stets nur sein Name unter der Zeile „created by“ stand. Nun erklärt DC in einer Pressemitteilung, dass man Fingers Rolle bei der Erfindung Batmans offiziell anerkennen wolle. Unter anderem wird Finger in den Credits der zweiten Staffel der TV-Serie Gotham und des Kinofilms Batman v Superman: Dawn of Justice aufgeführt. Mehr dazu im Blog von Marc Tyler Nobleman, der lange für diesen Erfolg gekämpft hat.

Alpha and Omega Men: A Look at Trade Release Strategies in Today’s Comic Industry
SKTCHD, David Harper
DC Comics wollte seine erst kürzlich neu gestartete Serie Omega Men wegen niedriger Verkaufszahlen einstellen – inzwischen hat man die Entscheidung nach Fanprotesten allerdings revidiert. Die Einstellung wurde verkündet, noch bevor überhaupt der erste Sammelband der Serie erschienen ist. Aus diesem Anlass schaut sich David Harper die Veröffentlichungsstrategien verschiedener US-Comicverlage an und stellt die Frage, ob das Saga-Modell (ein Trade Paperback der Serie Saga erscheint unmittelbar nach dem letzten Einzelheft, das im jeweiligen Sammelband abgedruckt wird) ein Modell ist, das andere Verlage nachahmen sollten

Pushing the Limits: Comics and Creators That Stretch the Form
The Comics Journal, Paul Tumey
Die Textversion eines Vortrags, den Paul Tumey im Rahmen einer Gastvorlesung gehalten hat. Enthalten sind einige sehr schöne Beispiele für Comics der letzten 100 Jahre, die mit den formalen Möglichkeiten ihrer Kunstform spielen und neue Formen des Erzählens ausprobieren.