Alle Artikel mit dem Schlagwort: okay (4-6 Punkte)

Die Schachnovelle

Klassiker ziehen immer, oder? Insbesondere natürlich, wenn der Tod des Autors mehr als 70 Jahre zurückliegt und das Copyright damit als erloschen, der Text als Freiwild gilt. 73 Jahre nach Stefan Zweigs Tod hat Thomas Humeau sich der Schachnovelle, dem schmalen Erfolgsbuch des österreichischen Autors angenommen. Klassiker ziehen immer, oder? Insbesondere natürlich, wenn der Tod des Autors mehr als 70 Jahre zurückliegt und das Copyright damit als erloschen, der Text als Freiwild gilt. 73 Jahre nach Stefan Zweigs…

Galkiddek 1 – Die Gefangene

Fantasyserien gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Gerade im Comicbereich tummeln sie sich weiterhin mit Erfolg, und eigentlich ist das auch kein Wunder. Zum einen ist das Genre gerade sehr populär, was man nicht zuletzt am Erfolg der TV-Serie Game of Thrones bemerkt, zum anderen bietet der Comic gegenüber anderen Medien unbestreitbare Vorteile. Er kann einem Roman Bilder entgegensetzen und die geschilderten Welten sichtbar machen, ist aber im Vergleich zu Filmen sehr viel preiswerter zu produzieren. Angesichts des nicht abebbenden Booms sowohl in bewegten und unbewegten Bildern als auch in Romanform wird es natürlich immer schwieriger, etwas zu erzählen, was der Leser noch nicht kennt. Zu sehr werden im Fantasy-Genre die Archetypen ausgeschlachtet, zu viel ist mittlerweile zum Klischee geworden. Und doch gibt es immer wieder überraschendes. Galkiddek ist im Vergleich zum Gros des Genres sogar etwas Besonderes, da der Autor Frank Giroud (Zehn Gebote) hier auf manches Klischee verzichtet. Das tragische Ende von Éloée von Galkiddek hat ihren Gatten an den Rand des Wahnsinns geführt. Als er eines Tages eine Statue mit dem …

Tomboy

Wie schon im Fall von Querschläger hat auch hier ein unverfilmtes Skript des Regisseurs und Drehbuchautors Walter Hill (Last Man Standing) als Grundlage für einen Comic gedient. Und wieder war es Comicautor und -zeichner Matz, der sich des Drehbuchs angenommen hat. Matz ist vor allem bekannt für seine Serie Der Killer und so ist es kein Wunder, dass nicht nur Querschläger, sondern auch Tomboy sein Interesse weckten. Denn in allen drei Erzählungen stehen Killer als Hauptpersonen im Mittelpunkt der Ereignisse. Wie schon im Fall von Querschläger hat auch hier ein unverfilmtes Skript des Regisseurs und Drehbuchautors Walter Hill (Last Man Standing) als Grundlage für einen Comic gedient. Und wieder war…

Okko 5 – Das Buch der Leere

Der gealterte Monsterjäger Okko tötet versehentlich einen Unschuldigen und beschließt, sich in ein Kloster zurückzuziehen. Während der Reise erfährt der Leser in Rückblenden seine Lebensgeschichte. Es ist eine traurige Erzählung voller Gewalt und Leid, an deren Ende sich der alte Krieger der großen Leere ergeben muss, wenn er endlich frei sein möchte. Der gealterte Monsterjäger Okko tötet versehentlich einen Unschuldigen und beschließt, sich in ein Kloster zurückzuziehen. Während der Reise erfährt der Leser in Rückblenden seine Lebensgeschichte. Es ist eine traurige Erzählung…

Insel der Frauen

Die Story von Insel der Frauen hätte auch als eine rein erotische Fantasie umgesetzt werden können. Ja, sogar ein Porno hätte daraus erwachsen mögen. Aus der Grundidee, dass sich ein einzelner junger Mann auf einer ansonsten nur von Frauen bewohnten Insel befindet, hätte man einen endlosen Reigen sexueller Erlebnisse machen können. Die Schöpfer des Comics haben sich jedoch für einen anderen Weg entschieden. Die Story von Insel der Frauen hätte auch als eine rein erotische Fantasie umgesetzt werden können. Ja, sogar ein Porno hätte daraus erwachsen mögen. Aus der Grundidee, dass sich ein…

Wie nennen wir uns?

Es liegt wohl in der Natur der Sache, dass sich gerade Independent Comics häufig aus dem persönlichen Erfahrungsschatz eines Künstlers speisen. Das kennt man von den autobiografischen Arbeiten von Künstlern wie Robert Crumb, Chester Brown oder Joe Matt und findet seine Entsprechung auch in den Reportagen von Joe Sacco, Guy Delisle oder Sarah Glidden, die ebenfalls ihre subjektiven Eindrücke zeigen, allerdings in einem weiter gefassten Kontext. Natürlich ist die Qualität dieser persönlichen Betrachtungen extrem unterschiedlich, aber eine Gemeinsamkeit haben sie alle: Die Künstler wollen ihre Erfahrungen mit der Öffentlichkeit teilen. Es liegt wohl in der Natur der Sache, dass sich gerade Independent Comics häufig aus dem persönlichen Erfahrungsschatz eines Künstlers speisen. Das kennt man von den autobiografischen Arbeiten von Künstlern…