Alle Artikel mit dem Schlagwort: Jean-David Morvan

Conan, der Cimmerier 1 und 2

Wenn man sich der Figur Conan auf respektvolle Weise annähern möchte, gibt es zwei Möglichkeiten. Die erste besteht darin, die Geschichten von Robert E. Howard zu adaptieren. Die zweite Herangehensweise ist, Robert E. Howard ebenfalls zu adaptieren, darüber hinaus aber die vielen biografischen Lücken des Barbaren zu ergänzen – möglichst im Sinne Howards – und so eine große epische Erzählung entstehen zu lassen. Der zweite Ansatz ist umstritten, tatsächlich jedoch die meiste Zeit Usus gewesen. Nimmt man ein altes Conan-Taschenbuch des Heyne-Verlags zur Hand, so bekommt man vor jeder Geschichte, die im Regelfall 20 bis 60 Seiten umfasst, eine kleine biografische Einordnung des Geschehens, so dass man bald lückenlos darüber aufgeklärt ist, in welchem Alter sich Conan an welchen Orten befand. Auf diese Weise konnten Epigonen wie Lin Carter und L. Sprague de Camp mühelos an entsprechenden Bausteinen des Epos andocken und die Erzählung nach Lust und Laune weiterspinnen.

Herkules 1 – Das Blut von Nemea

Die neue Serie Herkules ist bislang eher ein intellektuelles Spiel als eine überzeugende Geschichte, da die antike Sagenwelt um den Halbgott Herkules, dessen Vater ja kein geringerer als Obergott Zeus war, schlicht in ein Science-Fiction-Setting übertragen wird. Das geschieht erstaunlich mühelos und beweist, dass sich seit der Antike in Sachen Erzählmuster und dem Einsatz von Archetypen als Figuren recht wenig geändert hat.