Alle Artikel mit dem Schlagwort: fantastisch (9-10 Punkte)

Schappi

Am ersten Juli jeden Jahres öffnet die Herrin der am Berg gelegenen „Halle der edlen Schnitzwerke“ ihre Pforten für die armen Künstler, die das ganze Jahr über im Tal in aufgekratzter Stimmung nach Ausdruck und Relevanz streben. Einmal im Jahr dürfen diese ihre Werke ausstellen. Die meisten findet sie lächerlich. Einige behält sie aus Mitleid.

Vatermilch

Rufus Himmelstoß – fortan „der coole Hund“ genannt – weiß, wie man die Menschen einwickelt. Tagsüber beglückt er einsame Hausfrauen als Vertreter einer Markisenfirma, abends vermehrt er sein Geld beim Poker und prahlt mit seinen Affären. Um skrupellose Summen wird da gezockt. Mit einem Full House will der coole Hund seinem Spezl mal eben 3000 DM aus der Tasche leiern, der aber hat vier Damen, worauf dem coolen Hund das Gesicht runterfällt. Zahlen? Kann er nicht. Anschnorren muss er seinen Kumpel und um Zahlungsaufschub betteln. Das ist aber gar nicht cool.

Hexen hexen

Hexen, sagt die Großmutter zu ihrem Enkel, gibt es in allen Ecken der Welt. Sie sind ganz normal angezogen und haben Freunde und normale Berufe, weshalb sie nur schwer zu erkennen sind. Was sie alle gemeinsam haben, ist ihr abgrundtiefer Hass auf Kinder. Man erkennt Hexen an ihren Händen, denn sie haben Krallen und krumme Finger, weswegen sie immer Handschuhe tragen. Außerdem sind Hexen kahl und tragen daher stets Perücke. Das Jucken auf der Kopfhaut treibt sie in den Wahnsinn. Ihre Nasenlöcher sind gewellt, damit sie Kinder besonders gut riechen können. Eine Hexe denkt nur an das eine: Möglichst viele Kinder verschwinden zu lassen, auszulöschen und zu zermalmen. Hexen nehmen immer die Gestalt einer Frau an. Das ist eben so. Vampire und Werwölfe sehen aus wie Männer. Hexen sehen aus wie Frauen.

Unfollow

Als der Wahl-Hamburger Lukas Jüliger 2013 sein Comic-Debüt Vakuum veröffentlichte, war das ein Paukenschlag in den Medien: Der junge Student der Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) wurde quer durch Print- und Funkmedien gefeiert. Bei seinem jüngsten Comic, Unfollow, darf man vermuten, wird das ähnlich sein.

Mit Mantel und Degen 1-6

Der erste Band der Reihe Mit Mantel und Degen erschien 1995 auf Französisch bei Delcourt unter dem Titel De cape et de crocs. 2012 endete die Serie nach zehn Bänden und wurde 2014 und 2016 noch um zwei weitere Teile erweitert. Die erste deutsche Ausgabe erschien von 1997 bis 2013 bei Carlsen und deckte nur die ersten zehn Alben ab. 2018 begann Finix Comics eine Gesamtausgabe zu veröffentlichen, die jetzt alle Teile der Serie enthält.

Von Gir zu Moebius – Der Smaragdsee

Während das experimentierfreudige Gesicht des janusköpfigen Comiczeichners sich Rauschmitteln zuneigt, richtet sich der Blick des Traditionalisten auf klassische Abenteuergenres wie den Western: Moebius ist berühmt für den Incal und Arzach, Gir für den Leutnant Blueberry. Die Nebenwerk-Kompilation Von Gir zu Moebius – Der Smaragdsee zeigt die Entwicklung des Künstlers anhand weniger prominenter Kurzcomics.