Alle Artikel mit dem Schlagwort: DC

Superman Smashes the Klan (US)

Lucky Luke war nicht der einzige Comicheld, der 2020 eine Begegnung mit dem Ku-Klux-Klan hatte. Auch Superman bekommt es in Superman Smashes the Klan mit der Rassistenvereinigung zu tun. Erschienen ist die Story als abgeschlossene „DC Graphic Novel for Young Adults“ und reiht sich nahtlos ein in eine Reihe bemerkenswerter Comic-Erzählungen, die alten Figuren frischen Wind einhaucht.

Superman: Exile & Other Stories – Omnibus (US)

Superman steht an einer Gletscherspalte im ewigen Eis der Antarktis, in der Hand einen der mächtigsten und geheimnisvollsten Gegenstände, den die Welt je gesehen hat: Den Eradicator, ein Erbe aus Krypton, dessen Geheimnisse Superman noch nicht annähernd erfasst hat. Superman weiß, dass von diesem Gerät eine ständige Gefahr für seine Freunde ausgeht. So wurde Jimmy Olsen, sein jugendlicher Fotografen-Freund vom Daily Planet, durch Kontakt mit dem Eradicator vorrübergehend in ein elastisches Wesen ohne Kontrolle über seinen Körper verwandelt. Doch nicht nur das: Matrix, ein Wesen aus einem untergegangenen Alternativwelt-Krypton wurde vom Eradicator in den Glauben versetzt, der richtige Superman zu sein. Ein Riesenproblem für Supie, da er Matrix einst geretttet hat und eigentlich dafür sorgen wollte, dass es ihm – oder ihr, Matrix kann beides verkörpern, Mann und Frau – in seiner (ihrer) neuen Heimat an nichts fehlt. Aber natürlich darf es nur einen Superman geben.

„Just a few cops!“ – Vor 25 Jahren erschienen die ersten Preacher-Hefte

Kommt der Dorfpfarrer Samstagabend sternhagelvoll in die örtliche Kneipe und pöbelt: He Wirt, ich weiß, dass du dein Bier mit Wasser verdünnst. Und du, Mark Bannon, hast doch kürzlich Hundescheiße probiert, ich weiß das, denn du hast es mir gebeichtet. Hey, Harvey, was machst du eigentlich mit deiner Knete? Kate hat doch kürzlich in deiner Scheune diesen Porno mit dem Hengst gedreht, oder? Und da drüben ist doch Terry, der die Anhalterin vergewaltigt hat … ZACK, kriegt er nun endlich einen Billardqueue über den Schädel und wird rausgetragen. Schöner Auftakt. So fängt Garth Ennis‘ Serie Preacher von 1995 an.

The Future, buried! – Jamie Delanos wilde und visionäre Version von Animal Man

Vergesst Preacher, Invisibles, 100 Bullets oder Fables. Die wirklich visionären Titel des legendären Vertigo-Imprints von DC Comics kommen aus der zweiten Reihe. Damals, 1992 bis 1994, als der britische Autor Jamie Delano die Reihe Animal Man prägte, mag es noch so ausgesehen haben, als erzähle Delano uns von einem rückwärtsgewandten Hippie-Traum. Aber Delano und sein kongenialer Zeichner Steve Pugh lieferten visionäre Bilder und Themen, die in der Rückschau wie eine Vorwegnahme dessen wirken, was uns heute tagtäglich beschäftigt. Dabei haben die Figuren nicht mal Smartphones.