Alle Artikel mit dem Schlagwort: Biographie

Einstein

Die illustrierte Biografie porträtiert Albert Einstein von einer sehr persönlichen Seite als ebenso genialen wie leidenschaftlichen Wissenschaftler mit allen seinen Ecken und Kanten. Damit haben Corinne Maier und Anne Simon eine der prominentesten Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts zum Leben erweckt. Zuvor lieferte dieses Autorinnenduo bereits Biografien zu Freud und zu Marx ab, deshalb mag sich der Verdacht einer allzu formelhaften Bearbeitung aufdrängen, die einem so komplexen Stoff weniger gerecht wird. Doch Hand aufs Herz, was wissen wir eigentlich über Einstein?

Ton und Scherben

Ton und Scherben heißt ein neuer kleiner Indie-Comic aus der Jaja-Schmiede. Demonstrativ schlicht gestaltet, aber ästhetisch sehr ansprechend und hochwertig verarbeitet, reiht sich das Heft nahtlos ein in eine ganze Serie von Veröffentlichungen, die man durchaus als Gegenentwurf zum „Höher, Schneller, Weiter“ der modernen Gesellschaft sehen darf. Statt großer Erzählungen gibt es intime Eindrücke, statt „professionellem“ Artwork naive Kinderzeichnungen, die aber, bei näherer Betrachtung deutlich erkennbar, natürlich von geschulter Künstlerhand entworfen sind.

Caravaggio 1 – Mit Pinsel und Schwert

Eine Comicbiographie eines Malers? Das dürfte für die meisten potenziellen Leser eher abschreckend wirken. Man könnte denken, dass Biographien von Malern oder auch Schriftstellern wenig ergiebig wären, da sie immer nur an der Staffelei oder am Schreibtisch sitzen und nur wenig erleben. Aber auch diese Künstler brauchen ihre Anregungen, die sie sich von außen, aus dem Leben, holen. Zudem gibt es immer auch Ausnahmen. Bei den Schriftstellern ist das etwa Ernest Hemingway und bei den Malern eindeutig Caravaggio.

Leonardo & Salaï

Wie prägend das italienische Universalgenie Leonardo da Vinci für die europäische Kultur war und ist, beweist schon allein die Tatsache, dass ein Großteil der Deutschen das Abbild eines seiner Werke ständig mit sich herumträgt: Da Vincis Studie des menschlichen Körperbaus, auch unter dem Namen „Der vitruvianische Mensch“ bekannt, ziert nämlich alle Gesundheitskarten der gesetzlichen Krankenkassen. (Wobei die Genitalien züchtig vom elektronischen Chip verdeckt werden.) Aber bekanntermaßen trieb den in Florenz geborenen Freigeist nicht nur die Anatomie um, sondern auch die Malerei, Bildhauerei, Architektur, Mechanik, Technik, verschiedene Naturwissenschaften sowie Moral- und Naturphilosophie – und er brillierte auch noch in all diesen Disziplinen und schuf wegweisende Gemälde wie die Mona Lisa und Das Abendmahl, vielfache visionäre Bau- und Konstruktionspläne, Illustrationen, Studien, wissenschaftliche Arbeiten und kartografische Werke.

Vaterland

Nina Bunjevacs Comicgeschichte Vaterland kommt auf über 150 stolze Seiten, die sie nutzt, um auf verschiedenen Zeitebenen ihre autobiografische Familiensaga mit derjenigen des Landes Jugoslawien zu verknüpfen. Das ist nicht außergewöhnlich. Schließlich werden Familiengeschichten gerne gewählt, um geschichtliche Ereignisse oder historische Umwälzungen greifbar zu machen, indem sie große Entwicklungen in einem Mikrokosmos spiegeln. Dasselbe Prinzip ist auch hier zu finden, wobei das Erstaunlichste daran ist, dass alles wahr ist.