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Währenddessen … (KW 9)

In der Kolumne „Währenddessen …“ zeigt die Comicgate-Redaktion, was sie sich diese Woche so zu Gemüte geführt hat.

Stefan: Die USA sind uns ja angeblich immer einige Jahre voraus. So sagt man oft. Und es mag stimmen. Bevor Jennifer Lawrence ein Weltstar war und in X-Men-Filmen mitwirkte, spielte sie in Winter’s Bone (2010), einem Film über die Crystal Meth konsumierende Unterschicht. Diese Woche gab es mit Volker Beck einen weiteren Politiker, der wohl eher zur Mittelschicht gehört, der mit dieser Droge erwischt wurde. Häme und Wortspiele wie „Breaking Beck“ inklusive. Umständliche Einleitung beiseite: Breaking Bad wurde zwar im TV beendet und mit Better Call Saul fortgeführt, aber das ändert nichts an der Aktualität und Brillanz dieser bahnbrechenden TV-Serie. Das frisch erschienene Buch, herausgegeben von David Thomson ist ein Fan-Service. Massive Spoiler sorgen dafür, dass es für Leser ungeeignet ist, die die Serie noch nicht komplett gesehen haben. Alle anderen werden viel Wiedersehensfreude erleben und Antworten auf Fragen finden wie: Was soll das Auge im Pool bedeuten? Waren alle Handlungsstränge von Anfang an fest geplant? Haben die Zuschauerreaktionen den Verlauf der Story beeinflusst?

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Serienerfinder Vince Gilligan kommt erfreulich oft zu Wort und Filmkritiker David Thomson schreibt flüssig und ist, trotz Prädikat „Das offizielle Buch zur TV-Serie“ erfreulich objektiv: lobt Breaking Bad zwar, vergisst aber nicht Die Sopranos und andere zu nennen, die das Fernsehen der letzten Jahre entscheidend in neue qualitative Höhen gehoben haben. Comicleser und Comicschöpfer, aber auch generell jeder, der Geschichten nicht nur zum Zeitvertreib und zur Berieselung konsumiert, wird viel Interessantes aus diesem Buch ziehen. Und ist nicht die Kunst die beste, reinste und schönste aller Sinnesfreuden? Wer das begriffen hat, greift gar nicht erst zu Drogen. Oder? Komplexes Thema. ‚Nuff said.

Thomas: Ein Vater unterhält sich mit seinem zehnjährigen Sohn, beide stellen sich gegenseitig Fragen und reden über alles – von den Kleinigkeiten des Alltags bis zu den Weiten des Universums. Das allein könnte schon einen sehr hörenswerten und charmanten Podcast ergeben, aber „Jay-Jay“, die jüngere Hälfte des Radiorebell-Podcasts, ist nicht nur ein weitgereister Groundhopper, sondern auch „stolzer Asperger-Autist“ und hat daher einen besonderen Blick auf manche Dinge.

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Jay-Jays Vater schreibt schon lange in seinem Blog über die gemeinsamen Reisen der beiden durch die Fußballstadien der Republik. Bei dem neuen Audio-Projekt, von dem bislang zwei Episoden erschienen sind, ist aber der Sohn der Chef, der bestimmt, worüber geredet wird. Es macht wirklich Spaß, den beiden bei ihren Konversationen auf Augenhöhe zuzuhören, und schon die erste Folge erweitert den Horizont des Hörers, wenn Jay-Jay vom Weltall erzählt und erklärt, wie viele Lichtjahre ein Megaparsec sind. Zum Podcast kommt man hier oder via iTunes.

Christian: Poppies (Mohnblumen) waren die ersten Blumen, die auf den Schlachtfeldern des Ersten Weltkriegs wieder wuchsen. Das Meer von roten Blumen muss ein schauriger Anblick gewesen sein. Das abgebildete kleine Diorama gab es mal als Beilage für Abonnenten in der Reddition zum Themenschwerpunkt Jacques Tardi. Die Papierblumen sind von einer Buchvorstellung zum Thema „100 Jahre Erster Weltkrieg“.

Bastelbogen für Abonnenten der Reddition, verziert mit Mohnblumen

Tardis „Theatre of War“. Ein Bastelbogen aus der Reddition.

 

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