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Links der Woche 13/15: Von Aschespuren zur Zulu-Base

Im heutigen Link-Überblick blicken wir unter anderem nach Sierra Leone, in einen Bunker und auf die Tätigkeiten von Letterern.

Nachgefragt: Conventions – ein Paradies für Manga-Zeichner (?)
AnimeY, Claire
Nach der Leipziger Manga-Comic-Convention hat AnimeY eine kleine Umfrage unter Manga-Zeichnerinnen gemacht, die beschreiben, was für sie den Reiz an einer solchen Convention ausmacht, warum sie teilnehmen, worauf zu achten ist und was man falsch machen kann.

CRFF133 – Interview: Lettering mit Thomas Mauer
Comic Review, Daniel Raetsch
Thomas Mauer ist der vielleicht einzige Deutsche, der regelmäßig als Letterer für die amerikanische Comicbranche arbeitet. In einem ausführlichen Interview für den Podcast Comic Review berichtet er von seiner Arbeit, zu der nicht nur das Ausfüllen, sondern auch das Erstellen und Platzieren von Sprechblasen gehört. (MP3-Download, 68 Minuten)

© Felix Schaad

© Felix Schaa

Die Comic-Zeichnung aus der Todeszone
Tages-Anzeiger, Felix Schaad
Der Schweizer Comiczeicher Felix Schaad, dessen Strip Eva letztes Jahr für einen Max-und-Moritz-Preis nominiert war, war auf Einladung von Ärzte ohne Grenzen zu Gast in Sierra Leone, wo er Mitarbeiter der Hilfsorganisation beim Kampf gegen Ebola begleitete. Der daraus entstandene dreiseitige Reportage-Comic erschien in der Zürcher Zeitung Tages-Anzeiger und steht dort auch online zur Verfügung.

Gericht bestätigt Strafe nach Attacke auf Comic-Poster
Der Tagesspiegel, epd/lvt
Zu dem Vorfall an der Uni Duisburg, der im Sommer 2013 zur vorzeitigen Schließung einer Ausstellung über Comics führte (siehe Links der Woche 24/13), gibt es nun ein Gerichtsurteil: Eine muslimische Studentin hatte eines der ausgestellten Plakate zerschnitten und muss dafür nun 400 Euro Geldstrafe wegen Sachbeschädigung zahlen. Die gegen das Urteil eingelegte Revision wies das Oberlandesgericht Hamm zurück, damit ist es rechtskräftig.

Warum Comics keine Graphic Novels sind
Fragmenteum, Lukas Gedziorowski
In seinem Blog Fragmenteum verwehrt sich Lukas Gedziorowski gegen den Begriff „Graphic Novel“ und startet daraufhin eine kleine Artikelreihe, in der unter dem Titel „Was Comics können“ einige bemerkenswerte Highlights der Kunstform vorgestellt werden. Parallel betreibt Gedziorowski übrigens noch das Blog Das Batman Projekt, in dem querbeet über Batman-Comics, -Serien und -Filme aus 75 Jahren Bat-Geschichte geschrieben wird.

Aschespuren – Kein Gänseblümchen in Sicht
aschespuren.de, Jörn Friedrichs
Ein Comicprojekt von Jörn Friedrichs, Mario Maertins und Marcus Horn, das im Rahmen einer Bachelorarbeit entsteht, versucht sich an einer ungewöhnlichen Form der Leser-Interaktion: Während nach und nach neue Comicseiten auf der Website veröffentlicht werden, sollen die Leser an einer Umfrage teilnehmen und somit Einfluss auf das Handeln und den moralischen Kompass der Hauptfiguren nehmen. Inhaltlich geht es um ein Endzeitszenario, das sich 32 Jahre nach dem Ende der Zivilisation in einem unterirdischen Bunker abspielt.

Dylan Dog
dylandog.de
Seit Ende 2014 gibt es wieder eine deutsche Ausgabe der italienischen Kultserie Dylan Dog. Der Verlag Libellus hat dazu eine eigene Website gebaut, auf der Autoren, Zeichner und Figuren des Comics umfassend vorgestellt werden.

Kapow! Attack of the feminist superheroes
The Guardian, Dorian Lynskey
Mit Serien wie Ms. Marvel, She-Hulk, Captain Marvel und Thor sorgt vor allem Marvel Comics derzeit für Veränderung auf dem amerikanischen Markt der Superheldencomics: mehr weibliche Helden, weibliche Kreative und vor allem mehr weibliche Leser. Der Guardian-Artikel gibt einen guten Überblick über diese Veränderungen und deren Ursachen (Spoiler: das Internet!) und spart auch nicht aus, dass es eine kleine, aber laute und aggressive Gegenbewegung gibt, denen die neue Vielfalt ganz und gar nicht passt.