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Frisch aus der Druckerei: Oktober 2015

Der (Comic-)Oktober stand ganz im Zeichen des 36. Asterix-Bandes, „Der Papyrus des Cäsar“, welcher mit einer gigantischen Startauflage auf den Markt kam und allerorts auf großes mediales Echo stieß. Was die Verlage im Oktober, u.a. auch auf der Frankfurter Buchmesse und der Comic Action in Essen, sonst noch Neues zu präsentieren hatten, verrät unser monatlicher Rückblick.

HIGHLIGHT DES MONATS

Mit RASL hat Popcom nach Bone – das in Kürze nochmal komplett in einer Sammelbox erscheint – noch einen weiteren Comic des US-Künstlers Jeff Smith im Programm. Nach Abschluss seines Großwerks Bone hatte Smith zunächst eine Miniserie für DC gemacht, ehe er sich wieder einer neuen, selbst verlegten Serie widmete. In den USA kam RASL zwischen 2008 und 2012 heraus, zunächst in Schwarz-Weiß. Die deutsche Ausgabe enthält die komplette 15-teilige Serie in der kolorierten Version als dicker Hardcover-Band. Die Story dreht sich um einen ehemaligen Ingenieur und jetzigen Dieb, der dank einer physikalischen Entdeckung durch Parallelwelten reisen kann. Das Werk ist realistischer als Smiths Klassiker Bone und geht nicht wie dieses in eine humorige Richtung, sondern lässt sich am besten als Sci-Fi-Mystery umschreiben. [Leseprobe]

EIGENPRODUKTIONEN

Erstmals seit Verlagsgründung geht Cross Cult mit einer Heftserie auf den Markt, und die ist noch dazu eine Eigenproduktion: In Perry Rhodan werden im Zwei-Monats-Rhythmus Geschichten aus jenem Universum erzählt, das 1961 als Heftroman startete und seitdem auch immer wieder in Comicform besucht wurde. Zuletzt kam die Serie Perry – Unser Mann im All bei der Hamburger Alligator Farm heraus, erschien zuletzt allerdings nur noch sehr sporadisch. Kai Hirdt, der Chefautor jener Serie, schreibt nun auch die neuen Comicepisoden. Gezeichnet werden sie vom Italiener Marco Castiello, koloriert vom US-Amerikaner Michael Atiyeh – beide sind regelmäßig für US-Verlage wie Dark Horse oder DC tätig. Geplant sind Storybögen über drei Heftausgaben, die dann in einem Hardcoverband gesammelt werden. Die Alligator Farm übrigens arbeitet weiterhin an Perry-Comics und lässt verlauten: „Wir bleiben in unserer Schmuddelecke mit Nackedeis und bunten Farben, aber als ALBUM!“ Mitte 2016 soll es erscheinen. [Leseprobe]

1944 verfasste Hans Fallada (Kleiner Mann – was nun?) während seiner Haftzeit den Roman Der Trinker. Das sehr persönliche Werk, welches von einem Mann in einer Lebenskrise erzählt, der dem Alkohol verfällt, speiste sich auch aus Falladas eigenen Erfahrungen und Emotionen. Jakob Hinrichs, der bereits Arthur Schnitzlers Traumnovelle grafisch adaptierte, hat in seiner Comicversion von Der Trinker die Biographien von Fallada und seiner Figur zu einer Geschichte verschmolzen. Das Ergebnis ist im Metrolit Verlag erschienen.

Walt Disney hat den Verstand verloren. Zumindest Im Comicband Von Spatz (Rotopolpress) von Künstlerin Anna Haifisch. Zentraler Handlungsort ist darin das „Von Spatz Rehab Center“ in den Hügeln von Santa Monica, in welches gestrauchelte Künstler und Showmenschen einchecken. Darunter eben auch der Schöpfer von Micky Maus. Klingt schräg und sieht auch genau so schräg aus. [Leseprobe]

1764 schrieb der britische Schriftsteller Horace Walpole seinen Schauerroman The Castle of Otranto. Dieser wurde nun, wie bereits einige andere literarische Werke zuvor, in der Edition Faust zum Comic umgearbeitet. Dust Novel 4 – Schloss Otranto wurde, wie schon die Vorgänger in dieser losen Reihe von Einzelbänden, von Dacia Palmerion getextet und von Andrea Grosso Ciponte gezeichnet. [Leseprobe]

Seit 2011 ist der Comic Q-R-T Teil des Magazins Dein SPIEGEL, dem Kinderableger des altehrwürdigen SPIEGEL. Jetzt gibt es mit dem Band Q-R-T – Der neue Nachbar (Reprodukt) erstmals eine Buchausgabe der Episoden von Ferdinand Lutz, die sich um einen Außerirdischen drehen, der zwar wie ein Junge aussieht, in Wirklichkeit aber 122 Jahre alt ist. Auf der Erde gestrandet muss er die Menschen und deren Gepflogenheiten erst einmal kennenlernen und sich zurechtfinden. Der Comic ist für Leser ab 6 Jahren konzipiert. [Leseprobe]

schneeballen

Im neuen Werk von Inga Steinmetz (Freche Mädchen, Alpha Girl) wird eine kleine, süße Mangazeichnerin mit dem Spitznamen „Schneeballen“ nach Südkorea eingeladen und bricht damit aus der Mühle des Zeichner-Alltags aus. Der Band Schneeballens Fall (Carlsen Manga) weist dabei durchaus reale Bezüge zu Steinmetz’ eigenem Leben auf. Enthalten sind kurze, niedlich gezeichnete Episoden, teilweise im Yonkoma-Stil und überwiegend in Farbe.

Neues von Nicolas Mahler: Partyspaß mit Kant (Suhrkamp/Insel) heißt sein gerade erschienenes Buch, in welchem er bislang unbekannte Episoden aus dem Leben von Platon, Rousseau, Nietzsche und 19 weiteren weltberühmten Philosophen auf gewohnt absurde Weise und mit reduziertem Zeichenstil erzählt. Als „Philosofunnies“ betitelt das der Verlag. Im Grunde könnte man aber auch schlichtweg vom ganz normalen Mahler-Wahnsinn sprechen. Und in welchem Sujet das stattfindet, dürfte dem zugeneigten Leser eh fast egal sein. [Leseprobe]

Der via Crowdfunding finanzierte, mit großem Aufwand produzierte Comic Hemispheres von Christopher De La Garza, Sascha Grusche und Simon Pape ist, zweieinhalb Jahre nach Start der ersten Geldsammel-Aktion, nun als gedrucktes Album zu haben. Der erste Band des als Trilogie egplanten Opus heißt Corpus Separatum und erscheint beim Verlag Aurum, dessen Programm sich stark mit Spiritualität und Buddhismus beschäftigt. Das passt zum Inhalt, denn es geht um einen buddhistischen Mönch und dessen Culture-Clash mit einer dystopischen Megacity.

Nach seinem gezeichneten Reisetagebuch Making Friends in Bangalore legt Sebastian Loerscher bei der Edition Büchergilde den Band A bisserl weiter geht’s immer vor. Wieder ist er mehrere Monate gereist, aber diesmal nicht ins ferne Indien, sondern nach Österreich. Das Ergebnis seiner Erkundungen ist kein echter Comic, sondern, so steht es auf dem Cover ein „Graphic Theatre“, eine Mischung aus Skizzenbuch, aufgeschriebenen Dialogen und Text-Bild-Kombinationen. [Leseprobe]

Gleich eine ganze Space-Opera-Trilogie möchte Zeichner Sebastian Sommer (El Carno, Deduktion) mit dem ersten umfangreichen Band seiner neuen Serie Battlecarrier Yuma 5 (Gringo Comics) in Bewegung setzen. Die in Sommers ureigenem Grafikstil gehaltene Weltraumsaga bietet von anthropomorphen Tieren bis zu skurrilen Aliens und protzigen Raumschiffen alles, was das Sci-Fi-Herz begehrt. [Leseprobe]

hartmut

Seit fast 25 Jahren zeichnet Hartmut Klotzbücher („Haggi“) Comics mit seiner Strichmännchenfigur, die zufälligerweise auch Hartmut heißt. Der kindliche Charme der Geschichten wird dabei immer noch durch eine bewusst falsche Orthografie in den Texten verstärkt. Damit die frühen Episoden wieder verfügbar gemacht werden, druckte Gringo Comics diese nun unter dem Titel Die allererßten Abenteuer fom Hartmut! in Form von Samelbenten…ähh…Sammelbänden nach.

Joschau Sauer, der mit seinen Nichtlustig-Cartoons zu den erfolgreichsten Cartoonisten Deutschland zählt, hat sein gut zehn Jahre altes Themenbuch Nichtweihnachten überarbeitet und um 24 neue Cartoons erweitert. Damit ist das Büchlein mit dem Titel Nichtweihnachten Version 2.0 (Carlsen) sicherlich ein schönes Geschenk für den Gabentisch.

pingu

Auf dem Cover von Volker Dornemanns Cartoonbuch Böse Pinguine (Bastei/Lübbe) sitzt ein Pinguin auf dem Eisernen Thron (der aus Game of Thrones). Das kommt nicht von ungefähr, deckt Dornemann mit seinen witzigen Zeichnungen doch ganz nebenbei die womöglich größte Verschwörung des Tierreichs auf: Pinguine sind nicht putzig, sondern in Wahrheit perfide, sinistre Zeitgenossen. Die schwarzhumorigen Cartoons werden durch ein Vorwort von Bernhard Hoëcker eingeleitet. [Leseprobe]

Zwischen Menschen, die dem Fleischgenuss frönen und jenen, die sich komplett ohne tierische Produkte ernähren, besteht oftmals gegenseitiges Unverständnis. Mit ihrem Cartoonband Fleischlos glücklich? (Edition 52) nehmen die beiden Cartoonisten Piero Masztalerz und André Sedlaczek diese Ernährungsdiskrepanz aufs Korn und verarbeiten die Thematik in lustigen Gags. Der vegane „Star“-Koch Attila Hildmann steuerte hierfür ein Vorwort bei. [Leseprobe]

EUROPÄISCH

petit

In einer Welt, die von bösartigen, menschenfressenden Riesen dominiert wird, ist die Geburt des kleinen Petit ein durchaus delikates Problem. Dieser ist eigentlich der jüngste Abkömmling der Riesen, ist jedoch kümmerlich klein geraten wie ein Mensch. Petit – Riesen wie Götter (Reprodukt) ist laut Pressetext ein „Anti-Märchen“. Szenarist Hubert (Fräulein Rühr-Mich-Nicht-An, Luft und Liebe) und Zeichner Bertrand Gatignol erzählen darin von der Selbstfindung eben jenes lediglich „normal“ großen Jungen. [Leseprobe]

In kurzen Comicepisoden berichtet der israelische Zeichner Asaf Hanuka regelmäßig von seinem Leben als Familienvater in Tel Aviv. Die One-Pager erscheinen auf Hebräisch in der Tageszeitung Calcalist sowie auf Englisch auf Hanukas Blog. Dabei scheut er weder die Auseinandersetzung mit der Vergangenheit seines Landes noch die Thematisierung aktueller Alltagssituationen wie z.B. die Tücken von Facebook. Vor allen Dingen erzählt er aber von seiner Familie, die er mal humorvoll, mal surrealistisch porträtiert. Die Printversion dieser Episoden ist unter dem Titel Der Realist soeben bei Cross Cult auch in deutscher Übersetzung erschienen. [Leseprobe]

Vom griechischen Künstlerteam Alecos Papadatos und Annie Di Donna, das mit dem Comicband Logicomix – Eine epische Suche nach Wahrheit bekannt wurde, gibt es jetzt, wieder beim Atrium Verlag, ein neues Werk: In Demokratie – Eine Geschichte vom Mut, die Welt zu verändern erzählen die beiden in Zusammenarbeit mit dem Autor und Professor für Kulturwissenschaften Abraham Kawa vom Krieg der Perser gegen die Athener und den Anfängen der Demokratie in der griechischen Antike.

einstein

Das Kreativduo bestehend aus Corinne Maier und Anne Simon nimmt sich gerne bedeutende Persönlichkeiten der Historie vor und adaptiert deren Leben und Schaffen in ein Comicalbum. So bereits geschehen mit Sigmund Freud und Karl Marx, jetzt folgt Albert Einstein. Das Konzept dieser Bände sieht vor, dass der Hauptprotagonist in Form eines Comic-Alter Egos zum Führer durch seine eigene, gezeichnete Biographie wird. Einstein, so der schlichte Titel, wurde von Knesebeck veröffentlicht. [frz. Leseprobe]

Im autobiografischen Comic Dich hatte ich mir anders vorgestellt… (avant-verlag) beschreibt der Franzose Fabien Toulmé den schwierigen Umgang mit seiner zweiten Tochter, die mit dem Gendefekt Trisomie 21, dem sogenannten Down-Syndrom, zur Welt kam. Dem ersten Schock folgte ein Prozess hin zu Akzeptanz und Liebe. Humoristisch aber ungeschönt erzählt der Zeichner von seinen Erlebnissen und seiner Gefühlswelt. [Leseprobe]

Die Hauptfigur im neuen Werk von Antonio Altarribas (Die Kunst zu fliegen) ist ein Professor auf dem Höhepunkt seiner Karriere. Doch eigentlich würde er doch den lieben langen Tag nur morden – nicht aus Wut, Rache oder Begierde, sondern allein wegen des künstlerischen Ausdrucks. Altarriba selbst lehrt in der Realität an der gleichen Universität wie sein mordender (fiktiver) Kollege. Sein spanischer Landsmann Keko brachte die schwarz-weiße Geschichte Ich, der Mörder (avant-verlag), bei der Blutspritzer- und tropfen als einziger farbiger Eingriff extra rot markiert wurden, zu Papier. [Leseprobe]

schoko

Ein Comic für Schokoladenliebhaber? Das gibt es nicht alle Tage. Hat sich wohl auch Künstler Franckie Alarcon gedacht, der dem Pariser Chocolatier Jacques Genin ein Jahr lang über die Schulter gucken durfte und dadurch einen unmittelbaren Einblick in die hohe Kunst der Schokoladenverarbeitung erhielt. Seine Erfahrungen hat er in dem Sachcomic Die Geheimnisse von Schokolade (Carlsen) zeichnerisch festgehalten. [Leseprobe]

1947 wurde Elizabeth Short, eine junge Frau, die nach Hollywood gezogen war, um Schauspielerin zu werden, auf grausame Weise ermordet. Der reale Fall, der bis heute unaufgeklärt blieb, wurde von James Ellroy in einem Roman verarbeitet. 2006 folgt eine filmische Adaption unter der Regie von Brian De Palma, der das Projekt von David Fincher übernahm, der eigentlich dafür vorgesehen war. Beim Verlag Schreiber & Leser ist nun eine Comicversion von Black Dahlia – Die Schwarze Dahlie (so der Titel des Romans, des Films und der Spitzname Elizabeth Shorts) erschienen, deren Szenario von Fincher und Matz (Der Killer, Querschläger) verfasst wurde und die von Miles Hyman zeichnerisch umgesetzt wurde. [Leseprobe]

nachparis

Das Duo François Schuiten und Benoît Peeters, das sich vor allem durch sein Gesamtwerk rund um die „Geheminisvollen Städte“ ausgezeichnet hat, startete jetzt mit dem zweibändigen Comic Nach Paris (Schreiber & Leser) ein neues Projekt, das stark vom französichen Schriftsteller Albert Robida (1848-1926) inspiriert wurde. Hauptdarstellerin ist dabei eine junge Frau, die in einer Weltraumkolonie lebt und eines Tages die Gelegenheit bekommt, den Ort ihrer Träume zu erkunden: Die Erde. [Leseprobe]

In Form einer dicken Gesamtausgabe bringt der Splitter-Verlag eine Neuedition der sechsteilige Albenreihe Der weiße Lama. Der in Tibet spielende Comic erzählt eine spirituelle, rauschhafte Geschichte und stammt von Szenarist Alejando Jodorowsky (Der Incal, Die Meta-Barone) und Zeichner Georges Bess (Der Vampir von Benares), die auch zusammen an der Serie Juan Solo gearbeitet haben. Im kommenden Januar wird das zwischen 1985 und 1993 entstandene Werk dann endlich einen zweiten Story-Zyklus erhalten. [Leseprobe]

buffalo

Ein alter Büffeljäger wird Zeuge eines Raubüberfalls auf eine Familie, kann aber nur noch die Tochter retten. Während sie auf den nächsten Morgen warten, erzählt er ihr die Geschichte des Wilden Westens. Buffalo Runner (Splitter) ist ein Einzelband, der von Tiburce Oger (Gorn, Canoe Bay) als Autor und Zeichner in Personalunion gestaltet wurde. Für Western-Fans oder Freunde schicker Aquarellzeichnungen ist der Comic sicherlich mehr als einen kurzen Blick wert. [Leseprobe]

Der französische Autor Sylvain Cordurié lässt in seinen Alben den berühmten Detektiv Sherlock Holmes wieder aufleben, teilweise vermischt mit fantastischen Elementen wie Vampiren. Seine neue Reihe  Sherlock Holmes Society ist da etwas klassischer gehalten. Jedes der vier Alben dieser Serie wird dabei von einem anderen Zeichner gestaltet. Beim Splitter Verlag erscheinen jeweils zwei davon in einem Band. [Leseprobe]

Mit der Comicreihe Heiligtum legten Autor Xavier Dorison und Zeichner Christophe Bec einen beklemmenden Unterwasser-Thriller mit mystischem Einschlag vor. Jetzt, Jahre später, erzählt das gleiche Kreativteam im Zweiteiler Heiligtum Genesis, wie es zu den Geschehnissen aus der ersten Serie kommen konnte. Das Prequel des Horror-Hits erscheint, wie schon sein Vorgänger, beim Splitter-Verlag. [Leseprobe]

Léo und Rodolphe arbeiteten bereits an den Reihen Kenya und Trent zusammen. In ihrer neuen, fünfteiligen Serie Centaurus (Splitter) muss die Menschheit mal wieder ihre Heimatwelt aufgeben und ihr Glück bzw. ihr Überleben in den weiten des Weltalls suchen. 400 Jahre schipperten die letzten Menschen in einem Raumschiff umher, auf der Suche nach einem bewohnbaren Planeten. Prompt wird ein solcher gefunden und die Kolonisierung kann beginnen. Klassische Science-Fiction also, die an einem exotischen Ort spielt. Für die Zeichnungen sorgt Zoran Janjetov (John Difool, Die Techno-Väter). [Leseprobe]

Konzeptserien sind im Trend, was sich mit Serien wie Elfen oder Orakel zuletzt auch im Splitter-Programm widergespiegelt hat. Eine weitere stellt nun Königliches Blut dar, eine Reihe, die sich um adelige Herrscherinnen dreht. Los geht es mit einem Zweiteiler aus der Feder von Marie und Thierry Gloris, in welchem Isabella, die sog. „Wölfin von Frankreich“ im Zentrum steht. Die Bilder stammen von Jaime Calderón. [Leseprobe]

Gegen Ende des 19. Jahrhunderts begegnen sich in New Orleans alle möglichen Kulturen. Eine Frau namens Holly Ann erzählt einem Schriftsteller von ihrer Heimat zu jener Zeit, vom schwülen Klima am Mississippi. Das erste Album der Serie von Autor Kid Toussaint und Zeichner Servain (Warrens Schwur) mit dem Titel „Die Ziege ohne Hörner“ ist gerade beim Splitter-Verlag erschienen. [Leseprobe]

Der Galopp der Stille heißt ein Album des Schweizer Künstlers Derib  (Yakari, Buddy Longway), das von einer jungen Frau und ihrer Liebe zu Pferden erzählt. Die deutsche Ausgabe ist eine Koproduktion zwischen Salleck Publications und Deribs Verlag AS Créations.  [Leseprobe]

isnogud

1962 wurde die Figur Isnogud von René Goscinny und Jean Tabary zum Leben erweckt, jener Großwesir, der mit allen Mitteln „Kalif anstelle des Kalifen“ werden möchte und dazu eine Intrige nach der anderen spinnt. Die ursprünglichen, von Tabary gezeichneten 27 Alben wurden vor einiger Zeit in einer Gesamtausgabe von Egmont einheitlich und komplett aufgelegt. Dani Books präsentiert nun völlig neue Abenteuer in Form von Einzelalben unter dem Titel Die neuen Abenteuer des Großwesirs Isnogud. Band 1 läuft unter der Überschrift „Präsident Isnogud“ und wurde Nicolas Tabary, dem Sohn Jean Tabarys, grafisch umgesetzt. Die Texte stammen nun von Nicolas Canteloup und Laurent Vassilian. [Leseprobe]

„Black Library“ heißt der Verlagsableger der Firma Games Workshop, bei dem allerlei Buchprodukte zum berühmten Fantasy-Spiel Warhammer vermarktet werden. Dort wurde ein Comic mit dem komplizierten Namen The Horus Heresy – Macragge’s Ehre: Die Rache Ultramars produziert, der im Universum von Warhammer 40,000 spielt. Der britische Verlag bringt die deutsche Ausgabe selbst auf den Markt. Der Plot stammt vom Autor Dan Abnett, der schon zahlreiche Warhammer-Romane verfasst hat, aber auch viel Erfahrung als Comic-Autor (2000 AD, Guardians of the Galaxy) mitbringt. [engl. Leseprobe]

lonesloane

Zum ersten Mal gibt es das Hauptwerk des französischen Zeichners Philippe Druillet in einer deutschsprachigen Buchausgabe. Im Avant-Verlag sind jetzt gleich zwei Ausgaben mit den surrealen Space-Abenteuern des Raumfahrers Lone Sloane erschienen: Die sechs Reisen des Lone Sloane und Lone Sloane – Delirius, welches, im Gegensatz zu ersterem, nicht von Druillet selbst, sondern von Jacques Lob (Schneekreuzer) getextet wurde. Die Figur wurde bereits in den 1960er Jahren konzipiert und trat dann in den Magazinen Pilote und Métal Hurlant auf. [Leseprobe]

Der Bürobote Gaston trat erstmals 1957 im Spirou-Magazin in Erscheinung und war eine der bedeutendsten Schöpfungen des legendären André Franquin. Für Fans des komödiantischen Klassikers oder für Leser, die die Serie neu für sich entdecken wollen, bringt Carlsen unter dem Titel Der ganze Gaston nun eine wuchtige Gesamtausgabe heraus, einen Schuber, der in fünf dicken Hardcover-Bänden alle Gaston-Comics versammelt. Der Verlag verspricht außerdem redaktionelle Beiträge und bislang unveröffentlichtes Material.

30 Jahre lang existiert die frankobelgische Krimiserie XIII nun schon, seit 1988 veröffentlicht Carlsen die Alben hierzulande. Die Serie wurde ursprünglich von Autor Jean Van Hamme (Thorgal, Largo Winch) und Zeichner William Vance (Bruno Brazil, Bob Morane) ins Leben gerufen. Mit der nun gestarteten XIII Gesamtausgabe (Carlsen) rollt man die Geschichte nun nochmal für den deutschen Leser von Beginn an auf. Die Ausgaben enthalten neben den Comics noch Hintergrundinformationen und bislang unveröffentlichtes Material. Der eben veröffentlichte erste Band umfasst die ersten vier Alben der Reihe. [Leseprobe]

Nach Happy Rock, Happy Girls und Happy Sex publiziert Toonfish mit Happy Parents einen weiteren, spaßigen Band mit kleinen, humorigen Alltagsepisoden aus der Feder von Zeichner Zep (Titeuf). Diesmal geht es um die Probleme und Freuden des Elternseins. [Leseprobe]

AMERIKANISCH

krümel

Mit Blankets und Habibi hat der US-Amerikaner Craig Thompson zwei viel beachtete Comicwerke erschaffen. Sein neuer Comic Weltraumkrümel (Reprodukt) ist diesmal ein All-Ages-Titel und handelt von einem Mädchen, das in der großen weiten Galaxis nach seinem Vater sucht. Das illustre Space-Abenteuer gibt es auch als Vorzugsausgabe mit Hardcover-Ausstattung und limitiertem Druck. [Leseprobe]

Eine der sicherlich stilistisch wie thematisch unkonventionellsten Publikationen in diesem Monat stellt der Band Der Zorn des Poseidon (avant-verlag) dar. Darin lässt Autor/Zeichner Anders Nielsen in abgeschlossenen Episoden die altertümliche Welt der Götter mit der heutigen modernen Gesellschaft kollidieren. Die Sammlung ist ursprünglich beim kanadischen Verlag Drawn & Quarterly erschienen und wurde für die deutsche Ausgabe um eine Bonus-Story erweitert. Das Auffällige an Nielsens Arbeit sind zum einen die Bilder, die ausschließlich aus Schattenumrissen bestehen, zum anderen der spezielle, philosophisch angehauchte Humor. Insgesamt ließe sich bei dem Ergebnis auch trefflich streiten, ob es sich dabei überhaupt um ein Comicwerk handelt. [Leseprobe]

Mit der Serie Crossed + Einhundert (Panini) erhält das Crossed-Universum, das ursprünglich von Garth Ennis ins Leben gerufen wurde und eine Postapokalypse mit völlig enthemmten Untoten zeigt, weiteren Zuwachs. Crossed, das heißt exzessive Gewalt, Vergewaltigungen, sexuelle Perversionen. Die neue Reihe spielt 100 Jahre nach dem Ausbruch der Seuche, welche die „Gefirmten“ hervorgebracht hat, und ist von niemand geringerem als Alan Moore verfasst worden. Schon seit einigen Jahren hat der britische Autor offenbar Gefallen daran gefunden, das ein oder andere trashige Projekt für Avatar Press umzusetzen. Bebildert ist das Ganze mit dem eher unterdurchschnittlichen Artwork von Gabriel Andrade (Ferals, Über).

izombie

In der Vertigo-Reihe iZombie muss eine junge (Zombie-)Frau regelmäßig Gehirne verspeisen, um die Fassade der Menschlichkeit noch halbwegs aufrechterhalten zu können. Leider führt dieser zwanghafte Kannibalismus dazu, dass sie unfreiwillig die Erinnerungen der Verstorbenen aufnimmt. Mit diesem einzigartigen Wissen versucht sie nun, Mordfälle aufzuklären. Das Konzept erinnert ein wenig an den abgedrehten Image-Comic Chew, wengleich sich bei diesem alles ums Essen dreht und nicht um Zombies und Gehirne. iZombie wurde erschaffen von Science-Fiction-Autor Chris Roberson und dem unkonventionellen Zeichner Mike Allred (Madman, X-Statix) und erschien in den USA von 2010 bis 2012. Jetzt, wo die Reihe als TV-Serie adaptiert wurde, die zur Zeit auch im deutschen Fernsehen läuft, bringt Panini eine deutsche Fassung, deren erster Sammelband im Oktober herauskam. [Leseprobe]

Die kanadische TV-Serie Orphan Black läuft bereits seit einigen Staffeln erfolgreich und fasziniert vor allem durch die Wandelbarkeit ihrer Hauptdarstellerin Tatiana Maslany. Diese spielt gleich mehrere Klone ihrer selbst, die sich allesamt in Ausdruck, Optik und Verhalten stark voneinander unterscheiden. Der US-Verlag IDW Publishing hat zu dem Thriller eine Comicreihe konzipiert, die Splitter nun in deutscher Übersetzung veröffentlicht. Jedes US-Einzelheft ist hier einem anderen Klon gewidmet und vertieft dessen Geschichte. Für die Story sind die Showrunner Graeme Manson und John Fawcett, sowie die Autorin Jody Houser zuständig. Die Zeichnungen liefern Szymon Kudranski und Cat Staggs. [Leseprobe]

Mit dem für sich stehenden Band Mouse Guard – Balduin der Tapfere und andere Geschichten (Cross Cult) erweitert Texter/Zeichner David Petersen sein phantastisches Mäuse-Universum. Das Buch enthält sechs Kurzgeschichten über längst vergangene Zeiten. Anders als bei der Sammlung Legenden der Wächter stammen die Bilder hier allesamt von Petersen selbst. Und an dessen kuscheligem Kinderbuchstil kann man sich einfach nicht satt sehen. [Leseprobe]

Joshua Williamson, u.a. Autor der Image-Reihen Ghosted und Nailbiter, hat mit der ebenfalls bei Image beheimateten Serie Birthright einen hübschen kleinen Fantasy-Titel zu verantworten. Zusammen mit dem brasilianischen Zeichner Andrei Bressan, der zuvor nur ein paar überschaubare Arbeiten für DCs Superhelden vorzuweisen hatte, erzählt er von einem Jungen, der eines Tages verschwindet und ein Jahr später als erwachsener Krieger auftaucht, welcher angeblich seine Zeit in einer fremdartigen Welt als Held verbracht hat. Der erste deutsche Sammelband wurde jetzt von Cross Cult publiziert. [Leseprobe]

Manchmal findet eine hochkarätige, prämierte Comicserie auf dem deutschen Markt einfach keinen all zu großen Anklang. Eric Powells durchgedrehte Pulp-Story The Goon vom US-Verlag Dark Horse ist so ein schwieriger Patient. Immerhin gab es bei Cross Cult bisher neun Bände, bevor es nun zum verkaufszahlenbedingten Krankenhausaufenthalt in Form eines Ziegelsteins kam: Geschichten aus dem The Goon-Universum heißt das gute Stück und bietet (format- und namenstechnisch nach dem Vorbild der Geschichten aus dem Hellboy-Universum) auf gut 400 Seiten neuen Stoff für die harte Kernleserschaft von Goons und Frankys trashigen Abenteuern. Wer diese Reihe nicht kennt, verpasst etwas. [Leseprobe]

Seit Beginn der 2000er Jahre ist das Kartenspiel Munchkin vom Hersteller Pegasus auf dem Markt und hat sich seitdem einen gewissen Kultstatus erarbeitet. Der ursprünglichen Parodie auf das Fantasy-Genre folgten weitere Kartenspielableger und Brettspielvarianten. Zum erweiterten Merchandising rund um die Munchkins (engl. Ausdruck für Knirpse) darf man indes die Comicadaption zählen, welche gerade bei Panini auch in Deutschland startete. [US-Preview]

Beim Carlsen Verlag, der seit geraumer Zeit auch die Peanuts-Werkausgabe verlegt, erscheinen immer mal wieder auch Themenbände und Best-of-Publikationen zu den Comics von Charles M. Schulz. Zu letztgenannter Kategorie zählt die frisch gestartete Reihe Peanuts für Kids, in der ausschließlich farbige Strips abgedruckt werden, die für Kinder verständlich sind. Band 1 beschäftigt sich schwerpunktmäßig mit Charlie Browns findigem Hund Snoopy. [Leseprobe]

leia

Mit dem Relaunch des Star Wars-Comic-Universums, welches jetzt wieder in den Händen Marvels liegt, wurden in den USA  direkt einige Miniserien angekündigt, die sich jeweils um die klassischen Filmcharaktere drehen. Die erste war Princess Leia, von Autor Mark Waid (Daredevil, The Flash) und Zeichner Terry Dodson (Marvel Knights Spider-Man, Wonder Woman). Panini veröffentlicht diese Miniserien komplett in abgeschlossenen, unnummerierten Sonderbänden. Star Wars Sonderband: Prinzessin Leia liegt inzwischen vor. [US-Preview]

Mad Max: Fury Road war eines der filmischen Highlights in diesem Jahr und, so die Meinung vieler, eine Action-Offenbarung. Um den Schwung bzw. den Hype um die neue Mad Max-Filmreihe mitzunehmen, brachte Vertigo eine Miniserie gleichen Namens. Dabei handelt es sich allerdings nicht um eine Adaption der Kino-Story, sondern um einen völlig neuen Plot, der zeitlich zwischen Mad Max 3 und Fury Road spielt. Regisseur George Miller ist als Co-Autor mit an Bord, außerdem gehören auch Mark Sexton, Nico Lathouris, Riccardo Burchielli, Leandro Fernandez, Tristan Jones und Peter Pound zum Kreativteam des Comics. das Panini nun in einem Band auf Deutsch veröffentlicht hat. [US-Preview]

realheroes

Bryan Hitch wurde durch die Blockbuster-Action in The Authority oder The Ultimates zum Top-Zeichner des US-Comicmarktes. Zuletzt steuerte er die Bilder zur Miniserie America’s Got Powers von Jonathan Ross bei. Mit Real Heroes (Panini) beschäftigt sich Hitch, nun als Autor und Zeichner in Personalunion, erneut mit Superhelden, die auf die Realität treffen. In America’s Got Powers mussten jugendliche Superwesen in einem medial begleiteten Ausscheidungswettkampf im Tribute von Panem-Stil antreten, in Real Heroes müssen nun Hollywoodstars, die Superhelden spielen, plötzlich zu echten Helden werden. Die Idee klingt allerdings verdächtig nach Galaxy Quest. [US-Preview]

Das Anwesen der Wayne-Familie mitsamt der darunter liegenden, geheimen Bathöhle war für Bruce Wayne bzw. Batman stets eine sichere Basis. Im Comicband Batman: Arkham Manor gerät die Heimat jedoch in die Hände diverser Superschurken, so dass sich der Dunkle Ritter diesmal einem Kampf auf heimischem Boden stellen muss. Die deutsche Ausgabe enthält die komplette US-Miniserie vom Kreativteam Gerry Duggan und Shawn Crystal. Beide vereint ihre vergangene, ausgiebige Arbeit an Marvels Antihelden Deadpool. [Leseprobe]

Als Teil von Marvels Cinematic Universe und dank ihrer eigenen TV-Serie ist die Regierungsbehörde S.H.I.E.L.D. einer breiten Öffentlichkeit bekannt worden. Als Resultat bekommen die aus der Fernsehadaption bekannten Agenten (allen voran der beliebte Phil Coulson) ihre eigene Comicserie, in der sie die Welt Seite an Seite mit den ganz großen Superhelden retten dürfen. Da Mark Waid als Autor mit an Bord ist, der erst kürzlich einen bemerkenswerten Run an Daredevil abgeschlossen hat, darf man sich einen gut geschrieben Comic erwarten. Am Zeichentisch saßen erfahrene Künstler wie Humberto Ramos, Carlos Pacheco, Alan Davis und Chris Sprouse. [US-Preview]

spiderwoman

Im Kostüm von Spider-Woman existiert die Figur Jessica Drew seit fast 40 Jahren in Marvels Superhelden-Kosmos. Unter dem Kreativteam Denis Hopeless und Greg Land erhielt sie kürzlich eine neue Soloreihe, die Panini nun in Sonderbänden veröffentlicht. So richtig einsteigerfreundlich ist Band 1 allerdings nicht, ist dieser doch gefüllt mit Tie-Ins zum Spider-Man-Event „Spider-Verse“. Als Alternative für Kontinuitätsmuffel enthält der Band aber auch noch das klassische US-Heft Marvel Spotlight 32 aus dem Jahr 1977, welches den ersten Auftritt Spider-Womans darstellt. [US-Preview]

Marvel Exklusiv 116: Savage Hulk enthält zwei Abenteuer aus der US-Serie Savage Hulk, die bislang unerzählte Episoden aus der Vergangenheit des grünen Goliath darstellen; neue alte Geschichten also quasi. Die beiden klasssischen Stories des Bandes stammen je einmal von Alan Davis und einmal von Gabriel Hardman. Gastauftritte gibt es u.a. von den Ur-X-Men und Dr. Strange. [Leseprobe]

ASIATISCH

brautmagiers

Mit Die Braut des Magiers (Tokyopop) startet in Deutschland eine Mysteryserie von Newcomer Kore Yamazaki. Diese handelt von einem Sklavenmädchen, das von einem ominösen Magier mit tierischem Skelettschädel ersteigert und von ihm als Zauberlehrling ausgebildet wird. Die Reihe erscheint im Manga-untypischen Großformat. [Leseprobe]

Ein Mädchen verliert seinen geliebten Bruder und landet, da sie sich fortan stark mit dem Thema „Tod“ beschäftigt, als Angestellte in einem Bestattungsunternehmen. Doch obwohl ihr Vorgesetzter sie bedroht, entwickelt sie Zuneigung zu diesem. Außerdem lässt sie ihr Bruder einfach nicht los. Memento Mori ist ein weiterer Einzelband von Fumiko Fumi (Drei Blütezeiten) aus dem dramatischem Genre. Auch dieser Tokyopop-Titel erscheint im Großformat. [Leseprobe]

Um Magie geht es auch in der Serie QQ Sweeper (Tokyopop), einem Mystery-Manga von Kyousuke Motomi (Dengeki Daisy). Der Plot: In der Putzkolonne, die nachts eine Schule reinigt befindet sich ein Schüler, der durch eine verzauberte Tür in die Herzen der Menschen reisen und deren Seelen säubern kann. [Leseprobe]

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Außerdem erschienen bei Tokyopop noch Auf keinen Fall Liebe!, ein Boys-Love-Manga von Akino Shiina [Leseprobe], der Romance-Einzelband Vanilla Seduction von Hiraku Miura [Leseprobe] sowie die romantische neue Reihe Küsse und Lügen von Rina Yagami [Leseprobe].

SEKUNDÄRLITERATUR

Zum postapokalyptischen Bestseller-Manga Attack on Titan gibt es von Carlsen nun auch ein informatives Begleitbuch. Attack on Titan – Inside heißt es und bietet auf beinahe 200 Seiten einen Überblick über Figuren, Waffen und Techniken, sowie ein Interview mit Hajime Isayama, dem Schöpfer der Serie.

Seit 1976, also seit beinahe 40 Jahren, erscheint jährlich der 1. Allgemeine Deutsche Comic Preiskatalog. Nachdem Günther Polland nach sieben Jahren als Herausgeber des Standardwerks im vergangenen Jahr aufgehört hatte, trägt der Münchner Comichändler Stefan Riedl die Fackel weiter. Inhaltlich soll es einige Veränderungen geben, außerdem bietet Riedl die gerade veröffentlichte 2016er Ausgabe sowohl im Soft- als auch im Hardcover an und produziert für die ganz harte Kernleserschaft sogar eine von ihm unterschriebene Variantcover-Version. Daneben ist nach eigenen Aussagen auch eine Online-Einbindung geplant. Man darf gespannt sein, ob dieser Vorstoß in möglicher Konkurrenz zur etablierten Website von Comicguide Sinn macht.

Ein etwas kurioses Projekt eines leidenschaftlichen Sammlers ist die Enzyklopädie Deutscher Piccolo-Bilderhefte, eine kommentierte Sammlung von sämtlichen Titelbildern der Piccolo-Hefte des Lehning-Verlags von 1953 bis 1968. Der erste von zehn geplanten Bänden ist nun beim C. Kuhlewind Verlag erschienen, nachdem ein längeres Hickhack inklusive juristischer Auseinandersetzung vorausging, begleitet von epischen, teils sehr merkwürdigen Diskussionen in der Sammlerszene. Wenn man diesen langen Thread aus dem Comicforum ausdrucken und binden würde, könnte man daraus vermutlich auch ein mehrbändiges Sammelwerk erstellen.  [Leseprobe]